Linnhoff hat bei Reisebüros einen Stein im Brett
Egal, wie das Ergebnis ihrer Anhörung vor dem Petitionsausschuss des Bundestages ausfällt – bei vielen Vertretern des stationären Vertriebs erfreut sich die Präsidentin des Verbands unabhängiger selbstständiger Reisevermittler (VUSR) offenbar großer Beliebtheit. In einer "Counter vor9"-Umfrage, an der rund 250 Reisebüromitarbeiter und -inhaber teilnahmen, attestieren ihr 80 Prozent der Befragten gute oder sehr gute Arbeit. Über den DRV-Präsidenten Norbert Fiebig sagen das gerade mal zwölf Prozent, über den Chef des Bundesverbandes der deutschen Tourismuswirtschaft (BTW), Michael Frenzel, elf Prozent. Der Präsident des Mittelstandsverbandes ASR, Jochen Szech, erhält nur von sechs Prozent die Schulnoten "gut" und "sehr gut".
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Unabhängig von den Personen glauben 85 Prozent der Befragten, die Interessen der Reisebüros seien beim VUSR am besten aufgehoben. Vom DRV glauben das nur rund elf Prozent. Allerdings sehen immerhin 41 Prozent die Anliegen der Tourismusbranche insgesamt bei dem Branchenverband in den besten Händen.
Im Hinblick auf ihre Aktivitäten im Zuge der Neuregelung der Pauschalreiserichtlinie sind 86 Prozent der Reisebüros mit dem VUSR zufrieden, aber nur 16 Prozent mit dem DRV und 15 Prozent mit dem ASR. Fast schon zwangsläufig ergibt sich daraus die Antwort auf die Frage, ob Reisebüros eine Interessenvertretung in Form eines eigenen Verbandes brauchen. 92 Prozent der Umfrageteilnehmer beantworten diese Frage mit "ja". (CS)