HX Expeditions beginnt große Vertriebsoffensive
Seit gut einem Jahr ist HX Expeditions komplett losgelöst von Hurtigruten, in diesem Jahr feiert die Expeditionslinie ihr 130-jähriges Jubiläum. Damit beginnt für das Unternehmen auch im Vertrieb eine neue Phase. Was in Deutschland geplant ist, zeigten die Vertriebschefin Kimberly Setzermann und ihr Team während eines großen Reisebüro-Events auf Helgoland.
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Teilnehmer des HX-Fam-Trips bestaunen Basstölpel auf Helgoland
Mit HX Expeditions die faszinierende Arktis erkunden
Seit 130 Jahren bietet HX Expeditions eiskalte Abenteuer in den arktischen Gewässern rund um Norwegen, Spitzbergen, Island und Grönland. Ob Inselumrundung oder Nordlicht-Versprechen, die Auswahl kann kann gezielt individuell getroffen werden. Das diesjährige Jubiläum möchte HX ganz besonders feiern. Counter vor9
Angekündigt als Mega-Famtrip liefen kurz vor dem Hamburger Hafengeburtstag gut 160 deutsche HX-Vertriebspartner mit der Fridjof Nansen Richtung Helgoland aus. Mit an Bord waren fast noch einmal so viele Kollegen aus den weiteren europäischen Märkten. Auf dieser zweitägigen Tour, so hofft Kimerly Setzermann, Sales Director Southern Europe von HX Expeditions, solle eine große Teilnehmerzahl hautnah und unkompliziert erleben, was es bedeutet, auf einer Expeditionsreise zu sein.
Bislang nämlich war dies nur wenigen Agenturpartnern möglich gewesen. Zwar ist HX Expeditions großzügig, was die FAM-Trips angeht. Doch Expeditionsreisen in nördliche Gefilde, gar zur Antarktis, sind sowohl zeitlich als auch finanziell trotz Agenturrabatt nur für wenige Reisebüros zu stemmen. Deshalb kamen bislang jährlich nur zwischen 12 bis 24 Expedienten mit auf eine Reise. Einen solchen Aufwand betreiben in der Regel nur solche Agenturen, die schon recht sicher wissen, was sie erwartet.
Mit Tenderbooten wurden die Reisebüro-Teilnehmer nach Helgoland übergesetzt. Dabei konnten sie auch gleich die Expedition Launch in Augenschein nehmen
Neue Erlebnisse für vorhandene Kunden
"Die Bereitschaft, bei einem Trip mitzumachen, ist bei einer solch kurzen Tour höher", vermutet Setzermann. Angesprochen haben sie und ihr Team sowohl Key Accounts, also Partner, die bereits gut HX Expeditionen verkaufen, als auch neue Agenturen. Über einen Buchungswettbewerb hat das Unternehmen 7.000 Adressen generiert. Die Sieger durften mit nach Helgoland. Auch über Kooperationen wurden Plätze vergeben. "Ich konnte mir sehr gut ein Bild machen vom Leben an Bord", zeigt sich Kerstin Schellenberg von Skandinavien Trips aus Oldenburg zufrieden. "Diese Expeditionsreisen sehe ich als Chance für uns, bestehende Kunden anzusprechen, um etwas anderes auszuprobieren", so Schellenberg. Sie gehört zu den neu angesprochenen Reisebüro-Partnern.
Die fachliche Expertise der Teammitglieder der Fridjof Nansen erlebten die Expedienten im Science Center
Expeditionsreisen, das sei wenig künstliches Entertainment, wie die Oldenburger Expedientin wohlwollend bemerkt, sondern authentisches Eintauchen in Land und Leute. Zwar wurden die Teilnehmer der Helgoland-Tour wegen fehlender Genehmigungen und der Wetterlage nicht in Kajaks gesteckt. Aber sie konnten die Mitglieder des Expeditions-Teams mit Fragen löchern. Und das taten sie reichlich. Ob bei Vorträgen im Science Center des Schiffes, an den Mikroskopen des Labs oder während der Exkursion nach Helgoland, die Reisebüros nutzten intensiv das Wissen der Experten über Meeresleben, Geologie oder Vogelkunde. Und genauso ist es auch für reguläre Gäste von HX Expeditions gedacht.
Fokus auf Natur, Land und Leuten
"Kunden, die bislang Rundreisen unternommen haben, kann ich mir gut auf diesen Expeditionen vorstellen", überlegt Claudia Weyde vom Dertour Reisebüro in Achim bei Bremen. "Sie sind an Natur, Land und Leuten interessiert. Manche fragen auch nach kleineren Schiffen oder anderen Häfen, weil sie durchaus Kreuzfahrt-Erfahrung haben", so Weyde.
Auf Deck 4 der Fridjof Nansen war Expeditions-Ausrüstung aufgebaut. Teammitglieder erklärten den Reisebüropartnern, wie die Gäste im Kajak fahren oder campen
Wobei – das Wort Kreuzfahrt hört die Reederei gar nicht gerne, lieber ist ihr die Bezeichnung "Seereise". Nicht zu Unrecht: "Im Grunde ist unser Schiff nur das Vehikel, die eigentliche Reise findet an Land, auf Expeditionen statt", erklärt Gebhard Reiner, CEO von HX Expeditons. Während der Begrüßung der Teilnehmer in der Observer Lounge entschuldigt er sich auch: "Die Migration unserer Daten nach der Trennung von Hurtigruten lief anders als geplant." Doch jetzt könne es richtig losgehen.
Der Mega-Famtrip ist dazu das vertriebliche Auftakt-Event. Sich auf bestehende Partnerschaften zu verlassen, das könne sich die gesamte Touristik nicht mehr erlauben, ist sich Sales-Chefin Kimberly Setzermann sicher. Für Einsteiger unter den Expedienten hat HX Expeditions zahlreiche Webinare und Schulungen im Angebot, auch ein Agenturportal steht zur Verfügung. Das 130-jährige Jubiläum bietet einen weiteren Anlass, neue Büros zu aktivieren: Bei jeder neuen Buchung bis zum 31. Juli spendiert HX Expeditions 130 Euro pro Büro zusätzlich zur üblichen Provision.
"Rund 60 Prozent unserer Buchungen kommen über Reisebüros und Vertriebspartner", so Vertriebschefin Setzermann. "Unser Ziel ist es, den Vertrieb weiter zu stärken. Dafür vertiefen wir bestehende Partnerschaften und erschließen gezielt neue Kooperationen mit Partnern, die unsere Expeditionswelt authentisch vermitteln und neue Gäste für die Orte begeistern können, die wir bereisen." Gut möglich also, dass dies nicht der letzte große Fam-Trip war.
Magdalena Laßmann
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