11. März 2026 | 14:03 Uhr
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Fachkräftemangel auch in Reisebüros ein großes Problem

Der Fachkräftemangel ist weiterhin ein gravierendes Problem der Reisebüros. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Forschungsprojekts Reisezukunft am Centrum für Entrepreneurship, Tourismus und Freizeitwirtschaft (Centouris). Gleichzeitig gewinnen digitale Instrumente und Umsatzpotenziale durch Zusatzverkäufe an Bedeutung für die Branche.

Die neue Centouris-Studie zeigt aktuelle Probleme der Reisebüros auf

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Der Mangel an qualifiziertem Personal zählt laut Studie zu den drängendsten Problemen im Reisevertrieb. Drei Viertel der befragten Unternehmen bewerten den Fachkräftemangel als relevant oder sehr relevant für ihr Geschäft. Besonders deutlich zeigt sich die Problematik beim Fehlen von qualifiziertem und erfahrenem Fachpersonal sowie bei der langfristigen Bindung von Mitarbeitern an die Branche. Von den Teilnehmern der Studie sind mehr als die Hälfte Inhaber oder Geschäftsführer, jeder sechste eine Führungskraft.

Social Media und KI gewinnen an Bedeutung

Mehr als drei Viertel der befragten Unternehmen nutzen Social Media entlang des gesamten Informations- und Buchungsprozesses. Dabei stehen vor allem zwei Ziele im Fokus: die Gewinnung neuer Kunden sowie die direkte Kommunikation mit bestehenden Zielgruppen. Besonders erfolgreich sind laut Centouris-Studie Inhalte mit persönlichem Bezug, etwa individuelle Reisetipps von Mitarbeitern oder Beiträge zu konkreten Reisezielen.

Auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz nimmt spürbar zu. Rund 40 Prozent der befragten Unternehmen setzen bereits KI-Lösungen im Arbeitsalltag ein. Typische Anwendungsfelder sind die Erstellung von Marketing- und Social-Media-Inhalten sowie die Entwicklung personalisierter Reiseangebote. Gleichzeitig zeigt die Studie aber auch, dass der persönliche Kundenkontakt weiterhin ein zentrales Element des Reisevertriebs bleibt und bei der Einführung neuer Technologien berücksichtigt werden muss.

Kunden interessiert Nachhaltigkeit nicht

Nachhaltigkeit ist in der Branche angekommen: Die Reisebüros sind fit, arbeiten selbst möglichst nachhaltig etwa durch papierlose Büros, 31 Prozent schulen ihre Mitarbeiter zum Thema und ein Fünftel spricht Kunden aktiv auf CO2-Ausgleich und nachhaltige Unterkünfte an. Nur goutieren Kunden das Engagement nicht. Lediglich zwei Prozent der Büros würde die Frage nach nachhaltigen Reiseangeboten als hoch einstufen, der Rest als gering. Insofern ist fast die Hälfte, die gelegentlich oder immer Nachhaltigkeit gegenüber dem Kunden anspricht, ein erstaunlich hoher Anteil.

In diesem Jahr ebenfalls vom Centouris-Team abgefragt ist das Thema Cross-Selling. Hier sind sich die Reisebüros fast völlig einig, dass der Vermittlung von Versicherungen, Mietwagen und Co. ein wichtiger Umsatzhebel ist. Mehr als 60 Prozent sprechen die Kunden aktiv auf Cross-Selling-Produkte an, 35 Prozent machen dies gelegentlich, je nach Kunde und Reiseziel. Doch der Verkauf ist nicht ganz leicht, es mangelt an passender Integration in die Buchungssysteme, an Zeit im Beratungsgespräch, an lohnenswerten Provisionen und einem systematischen Überblick der Cross-Selling-Produkte.

Magdalena Laßmann

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