Britische Cook-Büros sollen Finanzservices mitverkaufen
Nachdem der Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einem Verlust von 183 Millionen Euro tief in die Verlustzone geraten ist, stehen die Zeichen mal wieder auf Umbruch. Besonders stark wird der im Cook-Jargon als Transformation etikettierte Prozess die britischen Ableger treffen, deren Veranstaltergeschäft besonders stark unter Überkapazitäten, Reise-Unlust einer vom Sommer verwöhnten Bevölkerung und schwachen Margen gelitten hatte.
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Nachdem der britische Veranstalter offenbar auf erheblichen Risikokapazitäten sitzen blieb und diese schließlich billig verscherbeln musste, kündigt CEO Peter Fankhauser einen Strategieschwenk zu weniger Risikokapazitäten und einem verstärkten dynamisch paketierten Geschäft auf der Basis neuer automatisierter Yield-Systeme an.
Bei der Reisebürokette des Konzerns soll es laut einer Aussage Fankhausers gegenüber der "BBC" nicht zu Schließungen kommen. Dafür sollen die Agenturen künftig auch Finanzdienstleistungen der im vergangenen Jahr aus der Taufe gehobenen Sparte Thomas Cook Money verkaufen. In deren Angebot finden sich neben dem Wechselstubengeschäft, das ursprünglich 2012 an den kanadischen Finanzdienstleister Fairfax Financial Holdings verkauft worden war, auch Reiseversicherungen, Prepaid-Karten sowie Geschenk-Karten, die für Thomas-Cook-Produkte eingelöst werden können. Außerdem betreibt Thomas Cook Money eine Kooperation mit dem Fewo-Direkt-Mutterunternehmen Homeaway, in deren Rahmen Kunden angeboten wird, ihr Zuhause während ihres Urlaubs zu vermieten.