Personalrochade bei den US-Tourismuswerbern
Die US-Tourismuswerbung erlebt eine größere Personalrochade. Fred Dixon (Foto) verlässt Brand USA Mitte November und kehrt als Chef zu New York City Tourism + Conventions zurück, die er bereits von 2014 bis 2024 leitete. Dort folgt er auf Julie Coker, die im Oktober zu Visit California wechselt. Brand USA sucht nun einen Nachfolger für Dixon.
Brand USA
Fred Dixon verlässt die Marketingorganisation Brand USA und wirbt wieder für New York
Dixon stand seit 2024 an der Spitze von Brand USA, der nationalen Organisation für die internationale Vermarktung der Vereinigten Staaten. Nun kehrt er zu seinem früheren Arbeitgeber nach New York zurück. Dort hatte er bereits zehn Jahre lang als President und CEO gearbeitet.
"Meine Zeit bei Brand USA hat mir einen breiteren Blick auf den globalen Reisemarkt und darauf gegeben, was nötig ist, um im Wettbewerb um internationale Reisende erfolgreich zu sein", sagt Dixon. Diese Erfahrungen wolle er nun wieder in New York einbringen.
Julie Coker wechselt nach Kalifornien
Auslöser der Rochade ist auch der Wechsel von Julie Coker. Sie hatte Dixon 2024 bei New York City Tourism + Conventions abgelöst und übernimmt nun die Leitung von Visit California. Dort folgt sie auf Caroline Beteta, die in den Ruhestand geht.
Bis Dixon am 1. Dezember in New York startet, übernehmen Board Chairman Charles Flateman und das Führungsteam die Aufsicht über die Organisation. Im vergangenen Jahr zählte New York City rund 65 Millionen Besucher. Sie gaben 55,6 Milliarden Dollar direkt in der Stadt aus. Die Tourismuswirtschaft sichert nach Angaben der Organisation rund 400.000 Arbeitsplätze.
Brand USA sucht neuen Chef
Für Brand USA bedeutet Dixons Abgang einen weiteren Wechsel in einer schwierigen Phase. Die Organisation musste zuletzt deutliche Budgetkürzungen verkraften. Die staatlichen Zuschüsse wurden von 100 auf 20 Millionen Dollar reduziert, das Gesamtbudget sank im Geschäftsjahr 2026 von zuvor 252 auf 157,8 Millionen Dollar.
Zugleich waren die internationalen Ankünfte in den USA im vergangenen Jahr um 5,5 Prozent gesunken. Für 2026 prognostiziert Tourism Economics ein Plus von 2,4 Prozent auf 70,6 Millionen internationale Besucher.
Brand USA hat nach eigenen Angaben die Suche nach einem Nachfolger für Dixon bereits gestartet. Parallel setzt die Organisation ihre internationale Vermarktung fort. Unter anderem waren Dixon und weitere US-Touristiker Anfang Juli noch in Europa unterwegs, um für die USA als Reiseziel zu werben.
Christian Schmicke