7. März 2019 | 08:00 Uhr
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Online-Buchungen laut "Reiseanalyse" auf der Überholspur

2018 wurden erstmals mehr Urlaubsreisen per Online-Buchung gebucht als im persönlichen Kontakt. Das ist ein Ergebnis der "Reiseanalyse" der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR). Dies kennzeichne einen Meilenstein im langfristigen, durch die Digitalisierung getriebenen Strukturwandel bei der Urlaubsbuchung, so die Marktforscher.

Es sei davon auszugehen, dass der Anteil der Online-Buchungen in den kommenden Jahren weiter ansteigen werde. Bei der Urlaubsorganisation dominierten indes weiter die Pauschal- und Bausteinreisen vor Einzelbuchungen der Unterkunft.

Drei Viertel der Urlaubs- und Kurzurlaubsreisenden in Deutschland, die einen Zugang zum mobilen Internet haben, nähmen Smartphone oder Tablet auch mit in den Urlaub und gingen damit online, heißt es weiter. 16 Prozent hätten das Endgerät dabei, gingen aber nicht online. Der Zugang über das W-Lan sei dabei etwas beliebter als der Zugang über das Mobilfunknetz.

Bei der touristischen Nutzung unterwegs stünden Wetterinformationen und Routenplanung mit jeweils um die 80-prozentiger Nutzungsrate an vorderster Stelle. Immerhin 60 Prozent entfallen demnach auf Informationen zu Reisezielen im Allgemeinen, also über Städte, Regionen und Länder, zu Sehenswürdigkeiten, Veranstaltungen, Restaurants und Shops vor Ort.

Insgesamt streut die "Reiseanalyse", die auf deutschlandweit über 12.000 bevölkerungsrepräsentativen Interviews basiert, für das Jahr 2019 Optimismus. Aktuell sei Deutschland in Urlaubsstimmung, sagt Projektleiter Ulf Sonntag. Für mehr als 71 Prozent der Bevölkerung stehe schon im Januar fest, dass es 2019 sicher oder wahrscheinlich auf Urlaubsreise gehe. Nur knapp elf Prozent seien sich sicher, dass sie 2019 keine Urlaubsreise unternehmen werden. Auch bei den Urlaubsausgaben seien die Vorzeichen fürs laufende Jahr sehr gut, so Sonntag. Es gebe deutlich mehr Personen, die im Urlaub 2019 im Vergleich zum Vorjahr tiefer ins Portemonnaie greifen möchten (29%), als Personen, die im Urlaub sparen wollten (14%).