16. Juli 2026 | 12:35 Uhr
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Mobilitätsportal Omio will Rail Europe übernehmen

Die Mobilitätsplattform Omio will die Bahnbuchungsplattform Rail Europe übernehmen. Gemeinsam kämen die Unternehmen auf mehr als 22 Millionen verkaufte Bahntickets pro Jahr und ein Netzwerk in über 70 Ländern. Rail Europe soll als eigenständige Marke erhalten bleiben.

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Rail Europe ist auf den Vertrieb von Bahntickets, vor allem bei grenzüberschreitenden Reisen, spezialisiert

Omio will mit Rail Europe vor allem das Geschäft mit Reisebüros, Veranstaltern und anderen Vertriebspartnern ausbauen. Zwei Drittel des Geschäfts des Pariser Bahnspezialisten entfallen auf den B2B-Bereich. Rund 25.000 Verkaufsstellen in etwa 70 Ländern arbeiten mit der Plattform, etwa 100 Partner sind per Schnittstelle angebunden.

Rail Europe verkauft Tickets von rund 250 Bahnunternehmen, darunter Deutsche Bahn, SNCF, Trenitalia, SBB, ÖBB und Eurostar. Hinzu kommen Produkte wie Eurail und der Swiss Travel Pass. Pro Jahr laufen etwa fünf Millionen Fahrkarten über die Plattform.

Omio stärkt das B2B-Geschäft

Omio war bislang eher auf Endkunden ausgerichtet. Mit Rail Europe gewinnt die Gruppe ein internationales Vertriebsnetz und Erfahrung im Bahnverkauf. Rail Europe wiederum soll von Omios Reichweite, Technologie und Angebot für Bahn, Bus, Flug und Fähre profitieren.

Rail-Europe-Chef Björn Bender bezeichnet beide Unternehmen als "natürliche Ergänzung". Omio bringe Größe und Technik ein, Rail Europe Bahnexpertise, die internationale Verbrauchermarke und das B2B-Netzwerk.

Rail Europe behält die Marke

Rail Europe soll nach dem Abschluss unter dem bisherigen Namen weiterarbeiten und sowohl Vertriebspartner als auch Endkunden bedienen. Das Unternehmen wird Teil der Omio Group, zu der bereits die Buchungsplattform Omio, das B2B-Geschäft und die Reiseplanungsmarke Rome2rio gehören. Wie die Systeme und Angebote im Detail verzahnt werden, wollen die Unternehmen nach dem Abschluss der Übernahme entscheiden.

Über den Kaufpreis machen die Unternehmen keine Angaben. Bisheriger Eigentümer ist die Beteiligungsgesellschaft Hivest Capital Partners, die Rail Europe 2022 von der französischen Bahngesellschaft SNCF und der Schweizer SBB übernommen hatte.

Vor dem Abschluss der Transaktion muss die französische Arbeitnehmervertretung CSE eine beratende Stellungnahme zu der Transaktion abgeben. Erst nach dem Ende dieses Konsultationsverfahrens kann die Übernahme erfolgen.

Christian Schmicke

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