8. April 2026 | 16:41 Uhr
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Fährreisen etablieren sich als festes Segment im Reisemarkt

Immer mehr Deutsche reisen mit der Fähre. Laut einer aktuellen Studie haben 42 Prozent der Befragten in den vergangenen fünf Jahren mindestens eine Fährreise unternommen. Dabei bekommen jüngere Zielgruppen eine zunehmende Bedeutung. Gleichzeitig wird Qualität bei der Buchung fast so wichtig wie der Preis.

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Erlebnis und Qualität gewinnen an Gewicht, wenn es um eine Fährreise geht

Die Studie des Instituts für Tourismus und Bäderforschung in Nordeuropa (NIT) im Auftrag des Verbands der Fährschifffahrt und Fährtouristik (VFF) vergleicht erstmals systematisch Daten aus den Jahren 2018, 2021 und 2025. Befragt wurden 2.057 Bundesbürger zwischen 18 und 75 Jahren im November 2025.

Und es zeigt sich, dass der Anteil derjenigen mit Fährerfahrung von 39 Prozent (2018) über 37 Prozent (2021) auf heute 42 Prozent gestiegen ist. Auch das Interesse an einer Fährreise in der Zukunft bleibt stabil: 56 Prozent können sich die Nutzung einer Fähre in den kommenden fünf Jahren vorstellen (2021: 55 Prozent, 2018: 49 Prozent). Entgegen verbreiteter Annahmen stammt die Nachfrage übrigens nicht nur aus Norddeutschland. Reisende aus allen Landesteilen nutzen die Fähre für ihren Urlaub.

Junge Zielgruppen treiben die Entwicklung

Besonders die 18- bis 35-Jährigen weisen laut NIT eine überdurchschnittlich hohe Nutzung und Reiseabsicht auf: Rund jede zweite Person in dieser Altersgruppe hat bereits eine Fährreise unternommen oder kann sich eine vorstellen. Mit zunehmendem Alter nimmt die Affinität spürbar ab.

Die Mitnahme des eigenen Fahrzeugs bleibt mit 56 Prozent das wichtigste Nutzungsmotiv. Zugleich gewinnen Übernachtungen an Bord an Relevanz. 33 Prozent der Befragten sehen die Überfahrt bereits als integralen Urlaubsbestandteil. Bei der Wahl der Verbindung bleibt der Preis zwar das zentrale Kriterium, doch Routing und Hafenerreichbarkeit liegen laut Studie inzwischen fast gleichauf. Bei Übernachtungsreisen steigen die Ansprüche an Essen, Kabinenkomfort, WLAN und Service. Und die Nachfrage nach höherwertigen Kabinen fällt dabei nahezu ebenso hoch aus wie nach günstigen Optionen.

Skandinavien bleibt mit 57 Prozent das wichtigste Zielgebiet, gefolgt von Großbritannien und Irland (33 Prozent) sowie dem Baltikum (30 Prozent). Gebucht wird laut Studie zunehmend kurzfristig und digital. Und zwar bevorzugt direkt bei den Reedereien oder über spezialisierte Fährportale.

Pascal Brückmann

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