21. August 2026 | 13:46 Uhr
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Booking treibt Reiseplattformstrategie voran

Booking wolle sich von der Unterkunftsplattform zum zentralen Anbieter für die gesamte Reise entwickeln, sagt Konzernchef Glenn Fogel (Foto) im Interview mit dem Handelsblatt. Er setzt dabei auf den "Connected Trip", bei dem Kunden Hotels, Flüge, Mietwagen und Aktivitäten auf einer Plattform kombinieren. Auch KI soll stärker eingebunden werden.

Booking Glenn Fogel Foto Booking

Glenn Fogel sieht als Konkurrent zu klassischen Reisebüro- und Veranstaltermodellen Potenzial

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Der "Connected Trip" stehe im Zentrum seiner Expansionsstrategie, unterstrich Fogel gegenüber dem Handelsblatt. Dabei liege der Fokus darauf, dass Kunden entsprechend ihren individuellen Wünschen verschiedene einzelne Reiseleistungen auf einer Plattform buchen, kombinieren und bezahlen können, wie Unterkünfte, Flüge, Mietwagen oder Tickets für Attraktionen, so Fogel.

Der Konzern dringt damit in ein Geschäftsfeld vor, das bislang klassische Reiseveranstalter besetzen. Ob aus den Kombinationen rechtlich eine Pauschalreise entsteht und wer Veranstalter ist, hängt offenbar von der konkreten Buchungskonstellation und dem jeweiligen Angebot ab. Dabei will Fogel auch dem klassischen Reisebürovertrieb weiter Konkurrenz machen. Er sehe in dem Kundenanteil, der heute noch keine digitalen Dienste nutze, "großes Wachstumspotenzial" sagte er dem Handelsblatt.

Mehr Geschäft mit Ferienwohnungen

Künstliche Intelligenz soll diese Vernetzung unterstützen. Fogel beschreibt etwa ein System, das bei einer Flugverspätung automatisch eine Restaurantreservierung verschiebt. KI nutzt Booking bereits im Kundenservice, bei Übersetzungen und in der Softwareentwicklung.

Weiter wachsen will Booking auch mit Ferienwohnungen und Ferienhäusern. Ende des zweiten Quartals entfielen 9,1 Millionen der rund 32 Millionen Unterkunftsangebote auf alternative Unterkünfte. Deren Angebot legte binnen Jahresfrist um acht Prozent zu.

Zusätzlich hält der Konzern Ausschau nach möglichen Übernahmen. Ende 2025 verfügte Booking Holdings über 17,2 Milliarden Dollar Liquidität. Fogel lässt offen, ob damit Zukäufe geplant sind. Entscheidend sei, ob ein Unternehmen den Service für Kunden verbessern könne.

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