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14. Januar 2021 | 07:00 Uhr
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Streifzug durch Tokios grüne Oasen

Unweit des Stadtzentrums erwartet Urlauber viel Natur, zum Durchatmen oder für aktive Outdoor-Abenteuer. Von üppig grünen Bergen über tobende Flüsse bis hin zu beeindruckenden Tropfsteinhöhlen hat auch Tokios natürliches Umfeld viele Facetten.

Tokio Todoroki Park

Der Todoroki-Park liegt im Stadtteil Setagaya

Seit mehr als 1.200 Jahren pilgern Japaner zum Berg Takao, der innerhalb einer Stunde vom Bahnhof Shinjuku aus erreichbar ist. Ein Netz aus gekennzeichneten Wanderwegen führt über die Hänge des Bergs bis hinauf auf den 599 Meter hohen Gipfel. Die Wanderung dauert rund 90 Minuten – die erste Hälfte des Anstiegs können Besucher auch per Seilbahn und Sessellift zurücklegen. An klaren Tagen erwarten die Wanderer vom Gipfel aus imposante Ausblicke auf Tokio und den Berg Fuji.

Nahe dem Berggipfel befindet sich der historische Yakuoin-Tempel. Unterwegs begegnen Reisende daher oft buddhistischen Mönchen oder treffen sie bei ihrer Reinigung unter den eisigen Wasserfällen von Biwa-daki oder Hebi-daki an. Eine weitere Attraktion entlang der Wanderwege ist ein Affenpark – in dem verglasten Gehege leben etwa 40 Japan-Makaken. Zudem gibt es einen Wildblumengarten mit über 500 verschiedenen Pflanzenarten und ein Museum.

Ein Großsdtadtdschungel der anderen Art 

Mitten in Tokio, im Bezirk Setagaya, liegt das Todoroki-Tal. Es befindet sich nur wenige Gehminuten vom Bahnhof Todoroki entfernt. Über eine Brücke gelangen Besucher zu einer Treppe, die hinab in eine dschungelartige Vegetation führt. Als einzige Geräuschkulisse hört man das Zwitschern der Vögel und Zikaden und das Plätschern des Yazawa-Flusses, der durch die Schlucht fließt. Das bis zu 109 Meter tiefe Tal lädt zu einem Spaziergang entlang des Flusses bis zu einem Wasserfall und dem Todoroki-Fudo, ein Tempel aus der Heian-Zeit, ein.

Freunde des Wassersports sollten einen Ausflug in die Region Tama unternehmen. Dort ist Action angesagt. Von Wildwasser-Rafting über Canyoning bis hin zu Kajaktouren auf den Flüssen Tama, Aki und Nippara erstreckt sich die Palette der Angebote. Teil der erlebnisreichen Programme sind Bäder in den heißen Quellen der Region – auch Onsen genannt. Zu den zahlreichen lokalen Onsen zählen Seoto-no-yu, Moegi-no-yu, Kazuma-no-yu und Tsurutsuru Onsen, die über Innen- sowie Freiluftbäder in traditioneller Umgebung verfügen.

Abenteuer im Höhlenlabyrinth

Eine Überraschung in der Metropolregion Tokio sind auch die Tropfsteinhöhlen. Die natürliche Tropfsteinhöhle von Nippara ist mit 800 Metern Länge eine der größten ihrer Art in der Kanto-Ebene und hat eine Durchschnittstemperatur von 11 Grad. Auf einem gut befestigten Rundweg können Besucher die Höhle in etwa 40 Minuten erkunden. Dabei passieren sie neben Stalagmiten auch eine Bodhisattva Statue und spannungsreiche Felsformationen, die zum Teil bunt beleuchtet sind.

Die über drei Ebenen verlaufende Mitsugo-Tropfsteinhöhle erstreckt sich über 100 Meter und weist Besonderheiten wie Stalagmiten in Schildkrötenform auf. Ein Highlight ist der Wasserfall des Drachengottes, dessen Wasser ewige Jugend spenden soll. Die Otake-Tropfsteinhöhle liegt am Fuße des Mount Mitake, der seit der Antike als heiliger Berg verehrt wird. Mit 300 Metern ist sie die längste Tropfsteinhöhle entlang des Yozawa-Flusses. Zu den gut erhaltenen Felsformationen der Höhle gehören beleuchtete Stalaktiten und Stalagmiten. Wer will, kann sich im Besucherzentrum mit einem Helm ausstatten lassen, um auch die engen Höhlengänge zu entdecken.

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