Bentour
16. Juli 2020 | 07:00 Uhr
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Tierische Begegnungen auf Kangaroo Island

"Zoo ohne Zäune" – so wird Kangaroo Island gerne genannt. Und diese Bezeichnung ist Programm. Kaum ein anderer Fleck Australiens bietet so mannigfaltige Tierbegegnungen wie Kangaroo Island. Daran haben auch die schweren Buschfeuer im Süden Australiens zu Beginn des Jahres nichts geändert. 

Australien Südaustralien Kangaroo Island Seal Bay Conservation Park Seehundbaby  Foto SATC Chris Bray

Auf Kangaroo Island bekommen Besucher Robbenbabys und viele andere Tiere vor die Linse

Kangaroo Island ist ein Must-see in Südaustralien. Zwei Stunden von Adelaide mit dem Auto, dann 45 Minuten mit der Fähre – und man findet sich in einem Tierparadies wieder. Kängurus, Koalas, Delfine, Seelöwen, seltene Schnabeligel und unzählige Vogelarten warten darauf, mit der Kamera eingefangen zu werden. Dazu kommt eine spektakuläre Landschaft auf der 150 Kilometer langen Insel, die größer als Mallorca ist.

Im Januar machte Kangaroo Island weltweit Schlagzeilen, weil dort – wie in den Bundesstaaten Victoria und News South Wales – schwere Buschfeuer wüteten. Mehr als 2.000 Quadratkilometer von Kangaroo Island blieben allerdings von den Bränden verschont. An vielen Stellen sind die Folgen der Buschfeuer zu sehen, doch die Natur regeneriert sich. Kangaroo Island ist offen für Besucher und hat nichts an seiner Attraktivität verloren

Auch der Flinders Chase National Park im Südwesten und die begehrten Aussichtsplätze sind zugänglich. Der Park nimmt einen großen Teil von Kangaroo Island ein und ist mit seiner reichen Tierwelt von einem Netz aus Wanderwegen durchzogen. Wer will, verbringt eine Nacht in einem der historischen Leuchtturmhäusern am Cape de Couedic. Im Flinders Chase National Park finden sich spektakuläre Landschaften wie die Remarkable Rocks und der Admirals Arch.

Der Admirals Arch ist ein natürlicher Felsbogen, der vom Southern Ocean über Jahrtausende geformt wurde. Oft spielen Seebären zwischen den Felsen. Diese dunkelbraunen Robben ernähren sich im Meer, kehren aber an Land zurück, um sich auszuruhen und Junge zu bekommen. Die Pelzrobbenwelpen spielen meist in der Nähe der Felsenbecken unter dem Bogen.

Die Remarkable Rocks sind skulpturartige Granitfelsen, deren Formen in den letzten 500 Millionen Jahren durch die erosiven Kräfte von Wind, Gischt und Regen geschliffen wurden. Die gold-orangene Flechten, die einige der Felsen bedecken, leuchten zu verschiedenen Tageszeiten und geben reichlich Fotomotive ab. Stoff für die Kamera liefert auch der sechs Kilometer lange U-förmige Strand von Vivonne Bay.

Am besten kann man die Tiere auf einer geführten Ein- oder Zwei-Tages-Tour mit einem lokalen Anbieter wie KI Odysseys, Sealink, KI Wilderness Tours oder Exceptional Tours beobachten. Die einheimischen Guides kennen sich aus und wissen, wo und wie man möglichst nah an die Tiere herankommt.

Zu den weiteren Highlights von Kangaroo Island zählt etwa Seal Bay. Dort wandern Besucher mitten durch eine Kolonie von australischen Seelöwen. Im Kangaroo Island Wildlife Park darf man gegen eine geringe Gebühr einen Koala auf dem Arm halten.

Wer Kangaroo Island besucht, sollte sich ein paar Tage Zeit nehmen. Unterkünfte gibt es in allen Varianten und Preisklassen, luxuriöse Resorts, Lodges, Ferienhäuser neben Leuchttürmen oder Campingplätze. Im Trend ist das Glamping, zum Beispiel im Seafront Holiday Park in Penneshaw. Die Zelte liegen mitten im Buschland mit Aussicht auf den Ozean und bieten private Terrasse, eigenes Bad, geräumige Schlafzimmer und Klimaanlage.

Mehr über den australischen Bundesstaat erfahren Sie mit unserer Themenwoche Südaustralien auf Counter vor9: News, Hintergrund und Tipps für die Beratung im Reisebüro.

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