29. November 2021 | 07:00 Uhr
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Eintauchen in die Lebenswelt von Kanadas Ureinwohnern

Die First Nations von Kanada spielen im Tourismus eine zunehmend wichtigere Rolle. Den Ureinwohnern und ihrem Leben möglichst nah zu kommen, fasziniert viele deutsche Urlauber. Die kanadische Regierung fördert solche Erlebnisse mit indigenen Völkern und Inuit, die mittlerweile in vielen Regionen Kanadas buchbar sind.

Kanada Montreal First Nations Foto iStock Josie Desmarais.jpg

Die First Nations in Kanada öffnen sich zunehmend für Besucher und vermitteln ihre Kultur

Ein Ort, wo Urlauber auf den gewohnten Komfort nicht verzichten müssen und dennoch die Kultur der First Nations hautnah entdecken können, ist das Hotel-Museum First Nations in Quebec. Es wird vom Stamm der Huron-Wendat-Nation betrieben, das Museum der Nation ist an das Hotel angeschlossen. Besucher erleben nicht nur die Gastfreundschaft der Ureinwohner, sie können Workshops mit ihnen buchen oder sich am Lagerfeuer Mythen und Legenden erzählen lassen.

Ein authentisches All-inclusive-Luxus-Öko-Resort ist das Klahoose Wilderness Resort an der wilden Küste des Desolation Sound in British Columbia. Das Anwesen ist nur per Boot oder Wasserflugzeug erreichbar und wird von der Klahoose-Nation geführt. Urlauber haben die Möglichkeit, in Gruppen mit Mitgliedern der Klahoose-Nation die wilde, unberührte Natur – Grizzlybären eingeschlossen – zu entdecken.

Der Wanuskewin Heritage Park war 6.000 Jahre lang der Treffpunkt der nördlichen Prärieindianer. Die Ureinwohner Saskatchewans jagten dort Büffel und feierten traditionelle Feste. Ein Besuch lohnt sich, denn man lernt viel über die Traditionen der First Nations und kann archäologische Zeugnisse betrachten. Ein Highlight ist die Übernachtung im Tipi, bei dem man rund ums Lagerfeuer den alten Überlieferungen lauschen kann.

In Nova Scotia bietet Kejimkujik National Park and National Historic Site eine gute Möglichkeit, um die Natur und das Leben der Mi'kmaw-Nation kennenzulernen. Paddeln, Wandern und Zelten auf den Spuren der Ureinwohner. Zudem ist der Nationalpark ein Dark Sky Preserve, was bedeutet, dass es nachts keine Lichtverschmutzung gibt und es so dunkel ist, dass der einzigartige Sternenhimmel zu sehen ist.

In Nunavut bietet Arctic Bay Adventures, ein von Inuit geführtes Unternehmen auf Baffin Island, Polartouren an, die von lokalen Inuit-Führern geleitet werden: Hundeschlittenausflüge, Touren durch den arktischen Ozean, um Orcas, Eisbären und Eisberge zu beobachten. Selbst Hand anlegen können die Besucher in Workshops zum Iglu-Bau.

Mehr Tipps für indigene Erlebnisse in Kanada gibt die Broschüre ITAC-Guide to Indigenous Tourism in Canada, die kostenlos zum Download bereitsteht.

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