11. November 2022 | 07:00 Uhr
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Auf Jersey wartet jede Menge Outdoor-Spaß

Jersey eignet sich mit seiner geringen Größe und einem angenehmen Höhenprofil sowie wunderschöner Landschaft hervorragend, um die Insel aktiv zu erkunden. Die Möglichkeiten für Wanderer und Fahrradfahrer sind ideal – und Abenteuerlustige können sogar die Klippenküste entlangkraxeln.

Jersey Wanderin Foto Visit Jersey

Jersey ist durchzogen von Wanderwegen, es gibt 60 ausgeschilderte Routen

Um Jersey nicht nur von seiner grünen Seite, sondern in allen Facetten zu erleben, setzen viele Besucher auf Wanderungen. Mit ihrem milden Klima, der geringen Größe des Eilands und dem ausgeglichenen Höhenprofil eignet sich die Kanalinsel perfekt für alle, die auf Aktivitäten in der Natur mit beiden Füßen stehen.

Wanderfreude auf 60 ausgearbeiteten Touren

Quer über die Insel verteilt gibt es 60 speziell ausgearbeitete Routen, die zwischen zwei und 30 Kilometer lang sind. Die Routen sind auf die Himmelsrichtungen verteilt, jede verfügt über 15 Routen. Eine Ausnahme ist der Jersey Küstenpfad, der die Insel umrundet, in St. Helier startet und endet und insgesamt 72 Kilometer lang ist. Im Bereich des Wandertourismus arbeitet Visit Jersey mit dem Dienstleister Komoot zusammen, über dessen App kann man sich das Routing und das Streckenprofil herunterladen und ansehen.

Für den Einstieg in die jeweilige Route können Wanderer, die nicht mit einem PKW angereist und somit mobil sind, das öffentliche Busnetz nutzen: Die Liberty-Bus-Routen verbinden den Busbahnhof von St. Helier mit der ganzen Insel. Tickets für die Fahrten sind bei manchen Hotels und Pensionen auf der Insel erhältlich. Wenn nicht, dann gibt es sie entweder am Busbahnhof oder direkt beim Fahrer, für einen, zwei, drei oder sieben Tage – somit ist man flexibel und kann in Ruhe genau die Ecken erwandern, die man sich vornimmt.

Ein weiteres Plus für Wanderer sind die Green Lanes: Auf diesen Wegen und Straßen haben Fußgänger und Radfahrer Vorfahrt, motorisierte Fahrzeuge dürfen nicht schneller als 25 Stundenkilometer fahren. Eine tolle Idee mit Blick auf Personenschutz und Nachhaltigkeit, die von britischen Reisejournalisten mit einem Preis ausgezeichnet wurde.

Radfahren ohne nervenden Straßenverkehr

Wer Jersey mit dem Fahrrad erleben will, findet optimale Bedingungen vor. Die meisten der insgesamt mehr als 500 Kilometer langen Straßen sind recht verkehrsarm und besitzen oftmals sogar eigene Fahrradwege.

Für Abwechslung ist dabei gesorgt: zehn ausgewiesene Routen durchziehen das kleine Eiland und ermöglichen es, jeden Winkel zu erreichen. Die Längen der einzelnen Routen liegen zwischen unter einem Kilometer bis 23 Kilometer, eine lange Alternative ist die All Island Coastal Route, die auf einer Distanz von 64 Kilometer die komplette Insel umrundet. Die Routen sind klar beschildert und lassen sich über Knotenpunkte auch gut kombinieren. Visit Jersey bietet spezielles Kartenmaterial für Radler an, den Jersey Cycle Guide kann man sich von der Internetseite von Jersey Tourismus als PDF herunterladen und zur Navigation und Planung nutzen.

Wer nicht mit eigenem Fahrrad anreist, findet auf der Insel Radverleih-Stationen vor, die unter anderem auch E-Bikes vermieten.

Nach Jersey zum "Coasteering"

Zahlreiche Veranstalter und Agenturen bieten auf Jersey einer relativ neue Adventure-Sportart an: das Coasteering, das man als Querklettern übersetzen könnte. Dabei geht es darum, einzelne Klippenabschnitte über dem offenen Meer zu erklimmen, allerdings ohne spezielle technische Hilfsmittel oder eine Anreise per Boot.

Die Klippenkletterer kraxeln im Neoprenanzug horizontal am Felsen entlang, um einen Zielpunkt zu erreichen – dass alles in einer moderaten Höhe von wenigen Metern über der Brandung. Wärmende und isolierende Neopren-Anzüge schützen die Kletterer dabei vor dem kalten Wasser, sollte man mal vom Fels abrutschen und ins Wasser fallen. Was allerdings vor allem im Hochsommer ein ebenfalls beliebter Zeitvertreib der Coasteerer ist.

Diese schräge Sportart wurde von abenteuerlustigen Briten erfunden und erfreut sich vor allem an der zerklüfteten Nordküste Jerseys wachsender Beliebtheit. Zwar sind die begleitenden Klippen-Guides erfahrene Kletterer und die Teilnehmer sind auch ein wenig gesichert. Dennoch sollte man körperlich auf der Höhe sein und mitunter sogar Klettererfahrung besitzen.

Sven Schneider

Mehr über die vielseitige Kanalinsel erfahren Sie mit unserer Themenwoche Jersey auf Counter vor9: News, Hintergrund und Tipps für die Beratung im Reisebüro.

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