6. September 2021 | 07:00 Uhr
Teilen
Mailen

Abtauchen auf den Florida Keys in eine andere Welt

Die Florida Keys sind nicht nur über Wasser eine Attraktion. Auch unter dem Meeresspiegel warten zahlreiche Highlights beim Schnorcheln und Tauchen. Auch für Anfänger ist es leicht, in die Welt der Fische und Korallen abzutauchen. Weil das Riff vorgelagert ist, bieten sich Bootsausflüge an.

USA Florida Keys Christ of the Deep Foto Florida Keys News Bureau Stephen Frink

Jesus unter Wasser: Die Bronzestatue ankert vor Key Largo

Für den Spezialisten Nautilus Tauchreisen ist der John Pennekamp Coral Reef State Park das beste Tauchgebiet auf den Keys. Das über 200 Quadratkilometer große Schutzgebiet liegt auf und um Key Largo, der größte Teil davon unter Wasser. Das Tauchen auf den Florida Keys ist sehr leicht und angenehm, weil die Tauchgänge an den Riffen mit 10 bis 20 Metern nicht sehr tief sind.

„Der Fischreichtum ist gewaltig und der Bewuchs wunderschön, so dass jeder Tauchgang einzigartig ist“, urteilt Nautilus. Trotz der geringen Tauchtiefe kommen deshalb auch Tauchcracks auf ihre Kosten. Im John Pennekamp Coral Reef State Park sind riesige Fischschwärme unterwegs und manchmal bekommt man im flachen Wasser auch Delfine zu sehen.

In der Tiefe locken die Schiffswracks

Tauchfans ziehen aber vor allem die Wracks in der Tiefe an. Die Hauptattraktion im Pennekamp Park ist die über 155 Meter lange „Spiegel Grove“. Sie wurde nach jahrelanger Planung publikumswirksam vor Fernsehkameras versenkt. Mittlerweile haben die Fauna und Flora des Meeres das Wrack des früheren US-Kriegsschiffs in ihren Besitz genommen.

Vor Key Largo begegnen Besucher auch Jesus unter Wasser. Seit über 50 Jahren ankert "Christ of the Deep" in rund acht Metern Tiefe inmitten der Korallen. Die fast drei Meter große und zirka 260 Kilogramm schwere Bronzestatue ist eine Replik des italienischen Originals „Il Christo Degli Abissi“ des Künstlers Guido Galetti. Sie zu sehen, geht auch ohne Sauerstoffflasche. Der beliebte Spot kann auch auf einem Schnorchelausflug oder mit einem Glasbodenboot erkundet werden.

Zu Besuch in einem lebenden Korallenriff

Ein lebendes Korallenriff können Tauchfreunde bei Big Pine Key erleben. Dort liegt in Küstennähe Looe Key. Das mehr als 14 Quadratkilometer große Meeresreservat, das National Marine Sanctuary, ist eine Unterwasser-Oase, die nach dem britischen Kriegsschiff „Looe“ benannt wurde, das 1744 hier auf Grund lief. Das Wrack gibt es längst nicht mehr, aber auf den unberührten Riffen innerhalb des Schutzgebiets haben sich Korallen angesiedelt. Hier sind praktisch alle in den Florida Keys vorkommenden Arten vertreten.

Wer gerne schnorchelt, für den ist der Dry Tortugas Nationalpark ein Muss. Die Koralleninsel liegt etwa 110 Kilometer westlich von Key West. Unter der Festung Fort Jefferson tummeln sich unzählige tropische Fische in allen Farben und lebende Korallen auf einem Teppich aus weißem Sand. Organisierte Ausflüge bringen Besucher mit dem Boot auf die Insel. Wegen des seichten Wassers ist dieser Ort perfekt auch für unerfahrene Schnorchler. Taucher unternehmen einen Abstecher zu einem 60 Meter langem Windjammer-Wrack vor Loggerhead Key, wo es heute von tausenden von tropischen Fischen wimmelt.

Mehr über die Florida Keys und Key West erfahren Sie in unserer Themenwoche auf Counter vor9.

Anzeige