3. Mai 2021 | 07:00 Uhr
Teilen
Mailen

Kleine Länderkunde Curaçao

Die Karibikinsel ist gerade mal so groß wie Usedom und doch ein eigener Staat. Curaçao gehört zu den Kleinen Antillen und liegt außerhalb des Hurrikan-Gürtels. Eine Durchschnittstemperatur von 28 Grad und sprachgewandte, freundliche Bewohner machen das Eiland zum idealen Urlaubsziel.

Curaçao Strand Foto Curaçao Tourist Board

Curaçao hat viele kleine, abgelegene Strände

Curaçao ist eine kleine, überschaubare Insel, 64 Kilometer lang und bis 16 Kilometer breit. Die Hauptstadt Willemstad liegt im Süden, wo auch die meisten der 160.000 Insulaner leben. An der Küste wechseln sich Klippen und Strände ab. Das Landesinnere durchzieht eine Hügellandschaft. Der Christoffelberg im Norden ist mit 375 Metern die höchste Erhebung Curaçaos. Vorgelagert, elf Kilometer entfernt, liegt Klein-Curaçao, ein unbewohntes Ausflugsziel mit schönem Sandstrand.

Vor Hurrikans sicher

Curaçao zählt zu den sogenannten ABC-Inseln; das sind Aruba, Bonaire und eben Curaçao. Alle drei liegen vor der Nordküste Südamerikas und werden auch als „Inseln unter dem Winde“ bezeichnet. Das bedeutet, sie liegen außerhalb des Einflusses der Passatwinde und haben ein trockeneres Klima als die anderen Karibikinseln. Wegen seiner Lage ist Curaçao auch vor Hurrikans sicher, die jedes Jahr in der Karibik toben.

Die Nähe zum Äquator beschert Curaçao das ganze Jahr über ein sommerliches Klima. Curaçao liegt am 12. Breitengrad etwa auf gleicher Höhe wie das thailändische Phuket. Die Durchschnittstemperatur beträgt 28 Grad. Die sogenannte Regenzeit zwischen Oktober und Februar bringt meist nur kurze Schauer in der Nacht.

Curaçao liegt in der atlantischen Zeitzone. Im Sommer beträgt der Zeitunterschied sechs, im Winter fünf Stunden. Offizielle Währung ist der Niederländische Antillen-Gulden, 1 Euro sind 1.89 Nafl. Die Stromspannung auf Curaçao liegt bei 110 bis 130 Volt, es passen die gleichen Stecker wie in den USA.

Mix der Kulturen

Die ersten Bewohner von Curaçao waren Arawaks vom südamerikanischen Festland. Europäische Entdecker stießen 1499 auf die Insel. 20 Jahre später erschien der Name Curaçao zum ersten Mal auf einer portugiesischen Karte. Vermutlich war das der Name, mit dem sich die Einheimischen selbst bezeichneten. 1634 erklärten die Niederländer Curaçao zu ihrem Territorium. Im 17. und 18. Jahrhundert war die Insel das Zentrum des Sklavenhandels zwischen Afrika und Amerika. 2010 wurden die Niederländischen Antillen aufgelöst und Curaçao ein autonomes Land innerhalb des Königreichs.

Die Bevölkerung von Curaçao ist ein bunter Mix und mit mehr als 50 Nationalitäten ein wahrer Schmelztiegel der Kulturen. Viele Bewohner sprechen vier Sprachen: Papiamentu, Englisch, Niederländisch und Spanisch. 80 Prozent sind katholisch, daneben gibt es Protestanten, Juden und Muslime.

Mehr über die Karibikinsel erfahren Sie mit unserer Themenwoche Curaçao auf Counter vor9: News, Hintergrund und Tipps für die Beratung im Reisebüro.

Anzeige FTI