10. Juli 2020 | 07:00 Uhr
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Was die Algarve Naturliebhabern zu bieten hat

Auf den Punkt gebracht: Wunderschön, genial, bildgewaltig, überraschend, erstaunlich, facettenreich, duftend, einzigartig! So beschreibt Expi-Reisereporterin Rosi Cowburn von Schweinsteiger Reisen in Neubeuern ihr Algarve-Erlebnis. In Teil 2 geht es um die Naturschönheiten jenseits der berühmten Felsenküste.

Sonnenuntergang

Sonnenuntergang an der Algarve

Wer jetzt glaubt, der Süden der Algarve besteht nur aus Felsen und kleinen Buchten, der irrt sich gewaltig. Langgezogene Strände mit hellem feinem Sand wechseln sich mit Steilküsten ab.

Mein persönliches Highlight: hinter der fast 66 Kilometer langen Lagunenlandschaft, die sich von Faro aus nach Osten erstreckt, im Parque National da Ria Formosa, dort wo es Muschelbänke gibt und Austern so schnell wachsen wie nirgend wo anders, gibt es ein paar versteckte, vorgelagerte Inseln. Kaum gekannt, von den Einheimischen gehütet und geliebt. Heimat von Fischern, Meeresfrüchtezüchtern Kormoranen und Ruhe suchenden.

Eine dieser Inseln ist Culatra. Wir sind von Olhao mit einem Boot übergesetzt, abhängig von den Gezeiten, muss man sich in diesem Gewässer extrem gut auskennen, schwankt der Wasserspiegel doch um rund drei Meter und bei Ebbe werden die Muschelbänke freigesetzt. Boote bringen die Bewohner, aber auch Gäste auf die Insel. Der Strand befindet sich im äußersten Osten der Insel Culatra.

Culatra

Foto: Rosi Corburn. Auf der Insel Culatra ist der Gang der Dinge eher gemächlich

Ein kleiner uriger Fischerhafen, einige Häuser, aber auch eine winzige Schule, ein paar Cafés und Shops sind auf der Insel. Um den Strand zu erreichen, muss man von der Ortschaft aus rund 30 Minuten auf langen Holzstegen das breite Dünenfeld überqueren. Man hört schon die Brandung des Atlantiks und die Möwen gleiten im Wind hoch am Himmel – dann steht man davor – rechts und links, soweit das Auge reicht, ein breiter, unglaublich schöner Sandstrand. Im ersten Moment weiß ich nicht, ob mir der Südwestwind oder der Anblick den Atem nimmt. Doch mehr will ich hier nicht erzählen. Wer es erleben will, der muss sich selbst auf den Weg machen. Ein Espresso und ein kühles Sagres-Bier machen den Sonnenuntergang zum Genuss der Sinne, bevor es dann mit dem Boot in der glutroten Sonne nach Olhao zurückgeht.

Vielfältige Reize für die Sinne

Zu Beginn meines Berichtes habe ich versucht, die Algarve mit einigen Adjektiven zu umschreiben, doch der Süden Portugals ist einfach viel mehr. Man muss es selbst erleben, zwischen Orangenbäumen auf einem Feld im Hinterland zu stehen und den betörenden Duft der Blüten einzuatmen und gleichzeitig eine reife Frucht kosten, zuckersüß und saftig. Die eigenartige, samtige Rinde von Korkeichen zu berühren und über die unzähligen Feldwege der Hügel mit einem Jeep zu fahren oder sie auf dem Bike zu erklimmen. Die kleinen Orte zu erkunden, einen Johannesbrotbaum in natura zu sehen, zu hören, dass ein Samenkorn davon immer das Gewicht von einem Karat hat – und natürlich darf der Medronho, jener traditionelle Schnaps aus den Früchten des Erdbeerbaums, nicht fehlen.

All das und noch viel mehr macht die wunderschöne Natur der Algarve aus. Ich durfte es zum ersten Mal erleben und mein nächster Flug für den Herbst ist schon gebucht. Reisen ist für mich Begeisterung und Erlebnis für alle Sinne – Erinnerungen, die man mit nach Hause nimmt und die man Freunden und Kunden weitervermitteln kann. Die ich auch unwahrscheinlich gerne teile. Reisen verbindet auch, über alle Grenzen hinweg.

Herzlichen Dank nochmal an Counter vor9,  Algarve Tourism und hier besonders Martina Kerk, die diese tolle und interessante Reise ermöglicht haben.

Cowburn Rosi

Über die Autorin: Rosi Cowburn arbeitet für Schweinsteiger Reisen in Neubeuern

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