1. März 2021 | 07:00 Uhr
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Die drei schönsten Roadtrips durch Alberta

Wer Alberta entdecken will, mietet sich am besten ein Auto oder ein Wohnmobil. Denn die vielen Wow-Momente erleben Besucher unterwegs. Das Straßennetz ist gut ausgebaut und man findet sich einfach zurecht. Counter vor9 stellt die drei beliebtesten Roadtrips vor.

Kanada Alberta Kananaskis Country Elche Foto Corey Myke

Wer Alberta mit dem Auto erkundet, sollte viel Zeit für spontane Fotostopps einplanen

Die Highways in Alberta sind breit, oft mehrspurig. Rasen ist nicht angesagt. Gerade auf den touristischen Routen lohnt es sich, langsam zu fahren. Immer mal wieder sieht man Bären oder Elche am Straßenrand. Dann fahren viele auf den Seitenstreifen und halten für einen Fotostopp spontan an. Aussteigen sollte man beim Bär-Watching allerdings nicht. Wichtig zu wissen: Um ein Auto oder Wohnmobil zu mieten, muss man mindestens 21 Jahre alt sein und vor Ort eine Kreditkarte vorlegen. Ein internationaler Führerschein ist nicht notwendig, der deutsche tut es auch.

Kanada Alberta Glacier Skywalk Jasper Nationalpark Foto Brewster Travel Canada

Der Icefields Parkway ist Kanadas Traumstraße. Der klassische Roadtrip führt von Lake Louise im Banff Nationalpark nach Jasper. Zwar ist die Strecke nur 235 Kilometer lang, trotzdem sollte man viel Zeit einplanen für Fotostopps und Wanderungen. Travel Alberta rät außerdem, in Lake Louise vollzutanken, denn auf dem Weg nach Jasper gibt es nur eine einzige Tankstelle. 

Icefields Parkway Google Maps

Das Abenteuer beginnt im malerischen Örtchen Lake Louise westlich von Banff. Auf dem Icefields Parkway führt die Strecke nach Norden. Bow Lake ist einer der ersten Aussichtspunkte mit Blick auf den massiven Crowfoot Glacier. Die nächste Gelegenheit für Bilderbuchfotos der Kanadischen Rocky Mountains gibt es am Peyto Lake. Zehn Minuten zu Fuß, dann genießt man spektakuläre Ausblicke über das Gletschertal und den See.

Auf halber Strecke liegt das Columbia Icefield. Spezielle Busse, die Ice Explorer, bringen Besucher direkt auf das bis zu 360 Meter dicke Gletschereis. Ganz in der Nähe wartet die gläserne Aussichtsplattform Glacier Skywalk, 280 Meter über dem Sunwapta Valley. Wasserfälle sind die nächsten beiden Stationen, die Sunwapta Falls und etwas weiter die Athabasca Falls, die mit donnerndem Rauschen in die Tiefe stürzen. Die Tour endet im Bergort Jasper, der von Gipfeln, grünlich schimmernden Seen und unberührter Wildnis umgeben ist.

Kanada Alberta Reiter Foto Jeff Bartlett

Wer dem Cowboy-Trail folgen will, kann sich in Calgary erst einmal mit dem passenden Outfit eindecken. Etwa mit maßgefertigten Cowboy-Stiefeln der Alberta Boot Company oder einem handgemachten Hut von Smithbilt Hats. Ausgerüstet wie die Rodeo-Stars der Calgary Stampede geht es über den Highway 1A in die Kleinstadt Cochrane, wo sich ein Spaziergang über die Main Street mit ihren Retro-Fassaden lohnt. Bekannt ist der Ort für die Eiscreme von MacKay’s. Die Kalorien wird man bei einer Wanderung entlang des Bow River wieder los.

Cowboy Trail Google Maps

In Bragg Creek wartet ein Ausritt durch den Provincial Park. Wer nicht in den Sattel steigen will, kann sich aufs Mountainbike schwingen oder zu Fuß gehen. Danach stärkt man sich samstags mit hausgemachten Spezialitäten auf dem Bauernmarkt in Millarville. Echte Western-Kunst erstehen Besucher im Präriestädtchen Turner Valley. Nur eine Kurve weiter liegt der Ort Black Diamond, wo es den größten schwarzen Diamanten der Welt zu bestaunen gibt. Weiter südlich in Longview wartet der bekannte Jerky Shop mit Trockenfleischspezialitäten aus einheimischem Rindfleisch. Auf der Bar U Ranch schließlich steht eine Fahrt mit dem Pferdewagen an.

Kanada Alberta Polarlichter FotoiStock Ocean Fishing

Der Deh Cho Trail führt in den Norden Albertas. Deh Cho nennen die Ureinwohner den Mackenzie River und wer diesem 750 Kilometer langen Trail folgt, der sieht nachts mit etwas Glück flackernde Polarlichter am dunklen Himmel. Doch vor dem Aufbruch ins nördliche Abenteuer lohnt ein Ausflug ins Edmonton River Valley.

Deh Cho Trail Google Maps

Eine Mischung aus Museen, prähistorischen Stätten, Western-Kultur und unberührter Natur bietet die Stadt Grande Prairie. Ganz in der Nähe liegt eine der ergiebigsten Fundstellen von Dinosaurierknochen weltweit. Im Phillip J. Currie Dinosaur Museum sind einige davon zu sehen. Weiter nördlich überqueren Besucher auf Albertas längster befahrbaren Hängebrücke den Peace River. Kostümierte Mitarbeiter lassen die Geschichte der First Nations, Pelzhändler und Missionare lebendig werden.

Weiter geht’s Richtung Norden bis Manning, wo am Straßenrand eine riesige Elchstatue Besucher begrüßt. Nach einer Nacht im Notikewin Provincial Park steht die letzte Etappe an. Das Ziel heißt High Level. Das Mackenzie Crossroads Museum erzählt die Geschichte der Region. Und nachts lockt der funkelnde Sternenhimmel hier im Norden, an dem manchmal auch Polarlichter zu sehen sind.

Mehr über die kanadische Provinz erfahren Sie mit unserer Themenwoche Alberta auf Counter vor9: News, Hintergrund und Tipps für die Beratung im Reisebüro.

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