13. März 2026 | 11:41 Uhr
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Aida und Costa streichen Orient-Reisen im kommenden Winter

Aida Cruises und Costa Kreuzfahrten streichen im Winter 2026/27 ihre Orient-Kreuzfahrten. Grund ist die weiterhin unsichere Lage im Nahen Osten. Beide Carnival-Töchter passen ihre Programme an und setzen stattdessen stärker auf andere Regionen.

Kreuzfahrtschiffe Teneriffa

Die Kanaren, hier Teneriffa, werden im kommenden Winter für Aida und Costa eine größere Rolle spielen

Die Kreuzfahrtanbieter Aida Cruises und Costa Kreuzfahrten verzichten auch im Winter 2026/27 auf Reisen in den Nahen Osten. Beide Unternehmen begründen die Entscheidung mit der weiterhin unsicheren Lage in der Region.

Die zum US-Konzern Carnival gehörenden Reedereien hatten bereits Ende Juli vergangenen Jahres ihre Reisen rund um die Golfregion im laufenden Winter abgesagt. Angesichts des aktuellen Krieges in Nahost setzen sie diesen Kurs naheliegenderweise und frühzeitiger als im vergangenen Jahr fort.

Umbau des Winterprogramms

Aida Cruises teilte mit, dass in der kommenden Wintersaison keine Reisen im Orient stattfinden werden. Auch die geplanten Positionierungsfahrten der Aida Prima rund um Afrika entfallen damit.

Statt der Orient-Routen können Gäste laut Aida Cruises alternative Kreuzfahrten aus dem bestehenden Angebot wählen, heißt es. Dazu zählen Reisen in die Karibik, rund um die Kanaren oder nach Nordeuropa.

Bereits gebuchte Gäste werden laut Reederei über die Änderungen informiert. Wer bis zum 10. Mai auf eine andere Aida-Kreuzfahrt umbucht, erhält ein Bordguthaben von 200 Euro pro Kabine bei Doppelbelegung beziehungsweise 100 Euro bei Einzelbelegung. Das neue Winterprogramm der Aida Prima soll ab Mitte April buchbar sein.

Costa setzt auf Kanaren und Mittelmeer

Auch Costa Kreuzfahrten stellt das Winterprogramm um. Die italienische Reederei wird in der Saison 2026/27 ebenfalls keine Kreuzfahrten in den Nahen Osten anbieten. Stattdessen stationiert Costa erstmals ein Flaggschiff auf den Kanaren. Die Costa Smeralda soll auf einwöchigen Routen zwischen den Kanarischen Inseln und Madeira fahren.

Parallel setzt Costa im Mittelmeer auf zwei Schiffe. Neben der Costa Toscana wird die Costa Pacifica nach einer geplanten Werftzeit im Dezember im westlichen Mittelmeer eingesetzt und dort achttägige Routen sowie längere Reisen nach Südeuropa und Nordafrika anbieten. Die Änderung betrifft wie bei der Schwesterreederei auch geplante Positionierungsfahrten der Costa Smeralda in die Emirate. Diese entfallen ebenfalls.

Für betroffene Gäste gelten bei Umbuchungen dieselben Konditionen wie bei Aida Cruises. Die neuen Routen der Costa Smeralda auf den Kanaren sowie der Costa Pacifica im westlichen Mittelmeer und nach Nordafrika sollen bis Ende März über alle Vertriebskanäle buchbar sein.

Christian Schmicke

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