19. März 2026 | 16:14 Uhr
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Aida investiert Millionen in Flotten-Facelifts

Aida treibt die Modernisierung der Selection-Flotte weiter voran. Nach Diva, Luna und Bella folgen nun vier weitere Schiffe, unter anderem die Mar (Foto). Die Arbeiten erfolgen in der Werft Chantier Naval de Marseille und dauern jeweils rund sieben Wochen. Die Kosten pro Schiff belaufen sich laut Reederei auf rund 100 Millionen Euro.

AIDA mar Foto Felix Gänsicke

Die Mar ist ab November in der Werft und soll zum Weihnachtsgeschäft bereits wieder ablegen

Zum Auftakt der zweiten Modernisierungsreihe schickt Aida die Mar vom 1. November bis 20. Dezember 2026 in die Werft nach Frankreich. Es folgen Blu vom 24. Januar bis 14. März 2027 sowie Sol vom 24. Oktober bis 12. Dezember 2027. Zum Abschluss ist die Stella an der Reihe, vom 23. Januar bis 12. März 2028. "Damit haben wir dann die sieben ältesten Schiffe wieder flott gemacht", sagt Alexander Ewig, Senior Vice President Marketing & Sales.

Nach der Werft ist vor der Reise und so legt etwa die Mar bereits am 20. Dezember zu einer Weihnachtsreise ab Palma de Mallorca ab. Für die Blu geht es ab 14. März 2027 ab Rom zu Zielen im Mittelmeer.

Mehr Gastronomie und neue Konzepte

Mit den Umbauten investiert Aida nach eigenen Angaben insgesamt 700 Millionen Euro in das neue Design, mehr Komfort und modernere Technik. Zur nächsten Stufe des Evolution-Programms zähle auf den sieben Kreuzfahrtschiffen auch der Ausbau der Kulinarik. Künftig stehen laut Ewig bis zu elf Restaurants sowie 16 Bars und Lounges zur Verfügung. Neue Konzepte, wie das Beach House mit Crossover-Küche und das asiatisch geprägte East Fusion, ergänzen bestehende. Hinzu kommen ein mediterranes Buffet-Restaurant, eine Tapas-Bar sowie neue Snack- und Eisangebote.

Mehr Komfort und neue Suiten

Alle öffentlichen Bereiche und die Kabinen werden deutlich aufgewertet, heißt es von der Rostocker Reederei. Auf der Mar entstehen sechs Suiten aus zuvor zwölf Balkonkabinen; nach der Werft zähle man dort 29 Suiten. Auf der Bella seien es vorher 18, nach Werft 24 Suiten. Obwohl man ein "demokratisches Produkt" bleiben wolle, so Ewig, folge man den Kundenwünschen. Daher werden für Suiten-Gäste zusätzliche Bereiche, wie Sky Deck und Rossini Lounge, geschaffen. Zusätzlich entstehen zwei neue Wellness-Suiten mit privatem Whirlpool, Sauna und Wasserbett.

Auch öffentliche Bereiche, wie das Theatrium, werden umgestaltet. Es soll künftig eine wohnliche Atmosphäre bieten. Zudem erhalten Bars und Lounges ein neues Design und zusätzliche Sitzmöglichkeiten. Auch das Spa erhält ein umfassendes Upgrade.

Investitionen in Technik und Nachhaltigkeit

Neben dem Design investiert Aida auch in Technik und Umweltmaßnahmen. Dazu gehören laut Rostocker Reederei effizientere Systeme zur Reduktion von Treibstoffverbrauch und Emissionen sowie neue Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung. Ein Schwerpunkt liege auf Kreislaufwirtschaft, heißt es von Marc Spingler, Director Hotel Maintenance im Unternehmen. Entfernte Teppiche etwa werden recycelt, aufbereitet und als neue Bodenunterlagen wiederverwendet. Ziel sei es, Ressourcen im Kreislauf zu halten und Abfall zu reduzieren.

Zudem nutze Aida, wann immer möglich, die Landstromanlagen. Das Netz sei im Norden Europas wesentlich besser ausgebaut. Daher gebe es dort in diesem Jahr 16 Kreuzfahrten, bei denen die Schiffe nur mit Landstrom betankt werden, heißt es von Aida.

"Richtige Entscheidung" gegen Orient-Reisen

Seit Beginn des Iran-Kriegs habe man gesehen, dass Buchungen von Karibik-Kreuzfahrten deutlich angezogen hätten, sagt Ewig zur generellen Buchungslage, bei der Aida auf Vorjahresniveau liege. Es sei im Nachhinein die richtige Entscheidung gewesen, diesen und kommenden Winter keine Reisen in der Region Orient anzubieten. Das Risiko rund um die Passage durch die Straße von Hormus habe man in Rostock als zu hoch eingeschätzt. Auch wenn die Verlegung der Schiffe Richtung Nordeuropa viel Arbeit und viel Geld gekostet habe, ergänzt Aida-Manager Dirk Inger.

Sabine Schreiber-Berger

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