Nach dem Nachweis des Nipah-Virus bei zwei Klinikmitarbeitern in Indien haben zahlreiche asiatische Staaten Gesundheitskontrollen an Grenzen und Flughäfen eingeführt. Krisenwarndienst A3M erklärt, worauf Reisende derzeit achten müssen.
Nach dem Nachweis des Nipah-Virus bei zwei Klinikmitarbeitern in Indien haben zahlreiche asiatische Staaten Gesundheitskontrollen an Grenzen und Flughäfen eingeführt. Krisenwarndienst A3M erklärt, worauf Reisende derzeit achten müssen.
Ein Ausbruch des Nipah-Virus im indischen Bundesstaat Westbengalen zieht in Asien neue Schutzmaßnahmen nach sich. Einige Länder verschärfen die Kontrollen an Flughäfen, unter anderem mit Temperaturmessungen. Thailand überprüft Passagiere an drei internationalen Airports und lässt Gesundheitserklärungen ausfüllen. Nepal kontrolliert Einreisende am Flughafen Kathmandu sowie an Landgrenzen zu Indien. Auch Taiwan und Singapur führen Temperatur-Checks durch. Das Nipah-Virus verursacht grippeähnliche Symptome. Morgenpost
Auf der französischen Insel La Réunion wurden seit Jahresbeginn mehr als 39.000 Fälle von Chikungunya-Fieber registriert, neun davon endeten tödlich. Aktuell gibt es über 4.000 neue Fälle pro Woche. Die Gesundheitsbehörden raten Reisenden zum Schutz vor Mückenstichen, durch die das Virus übertragen wird. Rückkehrer sollten auf Symptome wie Fieber, Gelenkschmerzen oder Hautausschlag achten. Relief Web
In Lateinamerika ist die Zahl der Infektionen mit dem Oropouche-Virus sprunghaft angestiegen. In einer Studie zu Bolivien, Kolumbien, Costa Rica, Ecuador und Peru fanden Forscher bei gut sechs Prozent der Untersuchten Antikörper gegen das Virus, das durch verschiedene Stechmückenarten übertragen wird. Die Symptome ähneln denen von Dengue- oder Chikungunya-Fieber: Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen, Übelkeit und Durchfall. In seltenen Fällen kommt es zu schweren Verläufen. Zudem gibt es Hinweise auf eine mögliche Schädigung ungeborener Kinder. Eine spezifische Behandlung oder Impfung existiert bislang nicht. Spiegel
Rund 12,6 Millionen Menschen erkrankten in Südamerika in diesem Jahr an der durch Mücken übertragbaren Tropenkrankheit Dengue-Fieber. Fast dreimal so viele wie im Jahr 2023. Mehr als 7.700 Erkrankte starben daran, vor allem Kinder: In Ländern wie Guatemala lag die Kindersterblichkeit bei 70 Prozent. Am schlimmsten wütet das Virus in Brasilien, Mexiko, Kolumbien und Argentinien. In Brasilien, Peru und Argentinien laufen Impfkampagnen. Spiegel
Laut dem Centrum für Reisemedizin (CRM) breitet sich in Europa das durch Stechmücken verbreitete West-Nil-Virus aus. Vor allem Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen oder Immunschwäche sollten konsequent auf Mückenschutz setzen. Stark betroffen seien Teile Italiens wie Venetien. Das Robert-Koch-Institut (RKI) nennt zudem Gebiete in Griechenland, Ungarn, Slowakei, Österreich und der Türkei, laut dem European Centre of Disease Prevention und Control auch Südspanien. Süddeutsche
Der wegen eines Norovirus-Ausbruches mit mehr als 1.000 registrierten Fällen in der Gemeinde Torri del Benaco am Gardasee in Italien verhängte Notstand wurde beendet. Die Gemeinde desinfizierte die Wasserleitungen mit Chlor. Das Verbot, Leitungswasser zum Trinken oder Kochen zu nutzen, wurde aufgehoben. Die genaue Ursache des Virus-Ausbruchs von Ende Juni ist aber nicht bekannt. ADAC
Brasilien hat in den ersten zwölf Wochen des Jahres bereits rund 1,9 Millionen wahrscheinliche Infektionen mit dem Dengue-Fieber registriert und damit den historischen Rekord von 2015 mit 1,6 Millionen Infizierten überboten. Bislang sind 656 Menschen an dem Virus gestorben. Begründet wird der Anstieg mit heftigen Regenfällen und hohen Temperaturen in den vergangenen Monaten. Ärzteblatt
Auf einer Rundreise nach Melbourne kam es auf dem Kreuzfahrtschiff Grand Princess der Reederei Princess Cruises zu einem Ausbruch von Corona und einer Magen-Darm-Grippe, wobei es bereits nach zwei Tagen erste Anzeichen gegeben haben soll. Dennoch habe der Kapitän erst nach einer Woche darüber informiert. Während britische Medien von 300 Betroffenen berichten, sprach die Reederei später von kranken Gästen im einstelligen Bereich. Das Schiff wurde in Melbourne desinfiziert. Merkur
Bei der Untersuchung von verendeten Vögeln im Nationalpark, der für ihren Artenreichtum bekannten Galapagos-Inseln, wurde bei bisher drei Tieren der Vogelgrippe-Virus H5N1 nachgewiesen. Weitere Proben würden noch untersucht, teilen ecuadorianische Behörden mit. Bis auf Weiteres bleiben mehrere Besucherzentren geschlossen. Deutschlandfunk