Streik droht Argentiniens Flughäfen auszubremsen
An 27 Flughäfen in Argentinien drohen am Donnerstag und Freitag Verspätungen und Flugausfälle. Die Gewerkschaft ATE hat für den 3. und 4. September Proteste wegen ausstehender beziehungsweise nicht umgesetzter Gehaltszahlungen angekündigt. Arbeitsniederlegungen sind jeweils von 9 bis 12 Uhr und von 18 bis 21 Uhr geplant.
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An Argentiniens Flughäfen, hier Buenos Aires, dürfte am Donnerstag und Freitag der Flugverkehr eingeschränkt sein
Die Proteste richteten sich gegen die argentinische Luftfahrtbehörde ANAC, berichtet das Portal La Nacion. Nach Angaben der Gewerkschaft wurden vereinbarte Gehaltsbestandteile nicht gezahlt, zudem seien Tarifvereinbarungen nicht eingehalten worden.
Während der angekündigten Zeitfenster will ATE nur medizinische und humanitäre Flüge, Organtransporte sowie offizielle Verbindungen gewährleisten. Die Gewerkschaft rechnet deshalb mit Verzögerungen und Streichungen im regulären Flugverkehr.
Behörden prüfen Auswirkungen
Die argentinische Zivilluftfahrtbehörde ANAC erklärte, die zuständigen Stellen prüften derzeit den Umfang und die Bedingungen der angekündigten Maßnahmen. Die Behörde verweist darauf, dass der Luftverkehr in Argentinien als wesentlicher Dienst gelte und bei Arbeitskämpfen gesetzliche Mindestleistungen gewährleistet werden müssten.
ATE-Chef Rodolfo Aguiar weist die Verantwortung für mögliche Störungen zurück. Man habe die Aktionen rechtzeitig angekündigt und der Regierung damit Gelegenheit gegeben, auf die Forderungen zu reagieren. Sollte es nun keine Gespräche geben, kündigt die Gewerkschaft eine Verschärfung des Konflikts an.
Christian Schmicke