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29. Juni 2020 | 14:40 Uhr
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Kanaren-Hoteliers treiben Airline-Pläne voran

Der Hotelverband von Teneriffa, Ashotel, hat dafür eine Firma gegründet, hinter der mehr als ein Dutzend kanarische Unternehmer stehen sollen. Laut Berichten spanischer Medien hat die künftige Fluggesellschaft bereits ihr erstes Flugzeug, einen Airbus, gekauft.

Bereits im vergangenen Herbst, nach der Pleite von Thomas Cook, hatte Ashotel-Präsident Jorge Marchial angekündigt, dass die kanarische Hotellerie künftig selbst dafür sorgen wolle, dass ausreichend Flugkapazität für den Archipel zur Verfügung stehe. Nun nehmen die Pläne offenbar Gestalt an. Am Samstag gab Marchial die Gründung einer "Sociedad Limitada", die in etwa der deutschen Rechtsform der GmbH entspricht, für die neue, noch namenlose Airline bekannt.

Spanische und britische Medien melden zudem, das Unternehmen habe bereits sein erstes Flugzeug, einen Airbus der Fluggesellschaft der Faröer, Atlantic Airways, gekauft. Zum Winter sollen erste Verbindungen mit dem spanischen Festland und später auch von anderen europäischen Flughäfen auf die Kanaren aufgenommen werden.

Während sich der Kreis der Beteiligten im ersten Schritt auf die Hoteliers der zum Verwaltungsbezirk Teneriffa gehörenden Inseln beschränkt, soll später der Schulterschluss mit den Hoteliers der östlichen Kanareninseln, die von Gran Canaria aus verwaltet werden, erfolgen. Unterstützt würden die Pläne vom spanischen Wetlease- und Charterfluganbieter One Airways, kündigte Hotelverbandschef Marchial an. Dessen Zertifikate sollen den Flugbetrieb der künftigen Kanaren-Airline, die auch einen eigenen Reiseveranstalter umfassen soll, absichern.

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