10. Mai 2024 | 15:04 Uhr
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Balearen reduzieren Bettenzahl und verhängen Alkoholverbot

Kurz nachdem die balearische Ministerpräsidentin Marga Prohens erklärt hatte, dass in Sachen Tourismus auf Mallorca und den Inseln ein "Limit erreicht" sei, zieht der konservativ-rechts regierte Inselrat nach. Die Zahl der Gästebetten soll um gut vier Prozent auf 412.000 reduziert werden. Außerdem kündigt die Regierung ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum an. 

Mallorca Palma

Die Balearen, hier Palma de Mallorca, wollen die Bettenzahl für Touristen reduzieren

Wie die Mallorca Zeitung berichtet, kündigte der Präsident des Inselrats der Balearen, Llorenç Galmés, an, dass 308.000 der Gästebetten in Hotels zur Verfügung stehen sollen, die übrigen 104.000 für die Ferienvermietung. Das würde einen Verlust von 7.000 Betten in Hotels und 11.000 Betten in der privaten Ferienvermietung bedeuten.

Ähnliche Pläne der linken Vorgängerregierung hatte das derzeit regierende Bündnis der konservativen PP und der rechten Vox stets scharf kritisiert. Galmés begründete den Gesinnungswandel seiner Partei, der PP, nun damit, dass es eine der größten Herausforderungen auf Mallorca sei, die "Urlauberströme zu ordnen". Er sprach sich zudem für "mutige Maßnahmen" aus, um zu vermeiden, dass das harmonische Zusammenleben von Urlaubern und Einheimischen in Gefahr gerate.

Die Ankündigung erfolgte laut Mallorca Magazin als Reaktion auf angekündigte Demonstrationen auf den Balearen gegen die Überfüllung durch Urlauber, insbesondere in Ortschaften wie Sóller, wo die Einwohner bereits eine Begrenzung der Zahl auswärtiger Besucher fordern. In diesem Zusammenhang ist auch eine Reduzierung der Mietwagenflotte im Gespräch.

Zudem hat die Regierung der Balearen laut der spanischen Zeitung Diario de Mallorca am sogenannten Ballermann und in anderen Party-Zonen der spanischen Mittelmeer-Inseln den Alkoholkonsum auf offener Straße verboten. Die Verschärfung der sogenannten Benimmregeln wurde am Freitag in Palma bekannt gegeben.

Die Maßnahme wird demnach schon in den nächsten Tagen mit der Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft treten. Dann droht Urlaubern und Einheimischen, die zum Beispiel mit der offenen Bierdose am Strand oder auf öffentlichen Grund erwischt werden, ein Bußgeld zwischen 500 und 1.500 Euro.

Christian Schmicke

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