5. August 2022 | 00:23 Uhr
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Lufthansa erzielt Einigung im Tarifstreit mit Bodenpersonal

Lufthansa und die Gewerkschaft Verdi haben sich nach zwei weiteren Verhandlungstagen auf ein Tarifergebnis für die rund 20.000 Beschäftigten der Bodendienste geeinigt. Bei den Bediensteten am Boden sind damit weitere Streiks vom Tisch. Außerdem rechnet der Konzern für dieses Jahr mit schwarzen Zahlen und will 10.000 Mitarbeiter einstellen.

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Mit dem Bodenpersonal hat sich Lufthansa auf einen Tarifvertrag geeinigt

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Die Gehälter der Beschäftigten erhöhen sich demnach in drei Schritten, zunächst um einen Festbetrag in Höhe von 200 Euro monatlich rückwirkend ab dem 1. Juli, ab dem 1. Januar 2023 um weitere 2,5 Prozent, mindestens aber um 125 Euro monatlich sowie nochmals um 2,5 Prozent ab 1. Juli 2023. Auszubildende erhalten vom 1. Juli an einen Festbetrag von 180 Euro monatlich. Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt 18 Monate und endet am 31. Dezember 2023. Das Ergebnis steht noch unter dem Vorbehalt einer Mitgliederbefragung.

Laut der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi steigen etwa die Löhne für eine Beschäftigte am Check-In um 13,6 bis 18,4 Prozent, je nach Betriebszugehörigkeit. Das Ergebnis beinhalte auch einen Inflationsausgleich und zusätzlich eine Reallohnerhöhung, so die Arbeitnehmervertreter.

Fragezeichen um die Piloten

Völlig gebannt ist das Streikrisiko damit nicht. Denn die Verhandlungen mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit waren zuletzt ins Stocken geraten, so dass die Gewerkschaftsmitglieder am vergangenen Wochenende per Urabstimmung die Weichen für einen möglichen Streik gestellt haben, wenn der Konzern ihren Forderungen nicht nachkommt.

Lufthansa hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass der Konzern im zweiten Quartal einen bereinigten operativen Gewinn von 393 Millionen Euro erzielt habe und nun auch für das Gesamtjahr mit schwarzen Zahlen rechne. Grund seien gestiegene Preise sowie eine dennoch hohe Auslastung von 80 Prozent, heißt es. Der Konzern will noch in diesem Jahr 5.000 neue Mitarbeiter einstellen. Im nächsten Jahr soll das Personal um ebenso viele Menschen aufgestockt werden.

Christian Schmicke

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