10. August 2026 | 14:39 Uhr
Teilen
Mailen

Hamburg will international sichtbarer werden

Hamburg Tourismus will die Hansestadt international stärker positionieren. Geschäftsführer Michael Otremba sieht vor allem bei ausländischen Gästen noch Potenzial, denn 75 Prozent der Besucher kommen aus Deutschland. Im Marketing setzt er auf Kultur, Kulinarik, maritime Lebensqualität und starke Einzelattraktionen. Zugleich soll Tourismus die Lebensqualität der Hamburger verbessern.

Deutschland Hamburg Hafengeburtstag Foto iStock Yuri4u80

Hamburg setzt in der touristischen Vermarktung auf Vielfalt

Anzeige

Proudly Committed – die Nachhaltigkeitsstrategie von RIU

Von der Glasflasche bis zum Meeresökosystem. RIU setzt auf den Balearen Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit: Mit innovativen Kreislaufwirtschafts- und Sozialprojekten sowie grünen Energielösungen zeigt die Hotelkette, wie Urlaub und Umweltschutz Hand in Hand gehen. Reise vor9

Die Elbphilharmonie hat Hamburg nach Einschätzung Otrembas touristisch verändert. Sie habe der Stadt nicht nur ein international erkennbares Wahrzeichen gegeben, sondern auch ihre Ambitionen gesteigert. Zugleich rücke Kultur stärker ins Zentrum der Vermarktung, sagt er im Reise vor9 Podcast. Dabei wolle Hamburg Hoch- und Subkultur ebenso zusammendenken wie Sterne-Gastronomie und Angebote, die für die kulinarische DNA der Stadt stehen.

Ein weiteres Thema ist die maritime Lebensqualität. Otremba verweist auf Wasserflächen und Freizeitmöglichkeiten mitten in einer Millionenstadt. Gerade Erstbesucher seien häufig überrascht von der Verbindung aus Metropole, Wasser und Grün.

Internationale Gäste stärker ansprechen

Im Auslandsmarketing will Hamburg auf dieselben Schwerpunkte setzen, die auch im Inland eine Rolle spielen. Je weiter ein Markt entfernt sei, desto stärker müssten allerdings Motive und Geschichten sein, sagt Otremba. Als international bekannte Zugpferde nennt er neben der Elbphilharmonie etwa das Miniatur-Wunderland sowie große Kultur- und Wissenschaftsthemen.

Internationalisierung ist für ihn auch eine wirtschaftliche Frage. Drei Viertel der Gäste kommen bislang aus Deutschland. Mehr Nachfrage aus dem Ausland könnte nach seiner Einschätzung unter anderem höhere durchschnittliche Hotelraten ermöglichen. Kongresse spielten wegen ihrer Wertschöpfung ebenfalls eine wichtige Rolle, so Otremba.

Wachstum nicht um jeden Preis

Hamburg zählte zuletzt 16,5 Millionen Übernachtungen und 94 Millionen Tagesgäste. Selbst im Januar werde inzwischen die Marke von einer Million Übernachtungen überschritten, sagt der Chef der Touirmusmarketingorganisation. Otremba sieht die Stadt als Ganzjahresdestination.

Mehr Gäste bleiben dennoch nicht das alleinige Ziel. Entscheidend sei, welchen Beitrag der Tourismus zur Lebensqualität der Bevölkerung leiste. In einer Befragung bezeichneten neun von zehn Hamburgern den Tourismus als wichtigen Wirtschaftsfaktor, sieben von zehn nennen ihn wichtig für die Lebensqualität. Jeder Zweite habe zudem Vorteile für die eigene Lebensqualität gesehen. Otremba verweist dabei auf Gastronomie, Nahverkehr und Kulturangebote.

Hamburg soll sich mehr zutrauen

Für die weitere Entwicklung wünscht sich Otremba größere Ambitionen. Die Elbphilharmonie habe gezeigt, dass Hamburg sich in einzelnen Feldern internationale Spitzenpositionen zutrauen könne. Potenzial sieht er etwa bei der Kulinarik. Städte wie Kopenhagen, Kapstadt oder Lima seien als Food Cities bekannt. Aus seiner Sicht gebe es keinen Grund, warum Hamburg mit seinen Köchen, Locations und regionalen Produkten nicht ebenfalls eine solche Rolle spielen könne.

Christian Schmicke

Sie haben der Darstellung dieses Inhalts nicht zugestimmt. Mit Ihrer Erlaubnis wird der Inhalt angezeigt. Dann werden bestimmte Daten an eine dritte Partei übermittelt.

Zeige Podigee-Inhalte Podigee-Inhalte ausblenden

Sollte der Webplayer auf dieser Seite nicht funktionieren, klicken Sie einfach auf diesen Link: https://reisevor9.podigee.io/493-reise-vor9-podcast-mit-hamburgs-tourismuschef-michael-otremba

Anzeige