7. Juni 2021 | 07:00 Uhr
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Kleine Inselkunde Menorca

Menorca ist die östlichste und nördlichste Insel der Balearen. Sie gilt als beschaulicher als die Nachbarinseln Mallorca und Ibiza; zudem ist sie mit 50 Kilometern Länge und 17 Kilometern Breite überschaubar und ohne Stress zu erkunden.

Mahón

Menorcas Inselhauptstadt Mahón blickt auf eine bewegte Geschichte zurück

Entlang der 126 Kilometer langen von Pinienwäldern gesäumten Küste erstrecken sich zahlreiche Sandstrände und felsige Buchten mit türkisblauem Wasser. Auf einer Klippe über einem weitläufigen Hafen liegt die Hauptstadt Mahon, oder Maó. Zu ihren Sehenswürdigkeiten zählen Villen im georgianischen Stil und eine Kirche, deren Geschichte bis ins 13. Jahrhundert reicht.

In der Mitte der Insel liegt der Monte Toro mit seinen 358 Metern Höhe. Der Norden Menorcas ist felsig und wild, mit karger Vegetation sowie kleinen Inselgruppen und Stränden mit rötlichem, dunklem Sand. Wegen ihrer teils ziemlich rauen Winde ist die Nordküste bei Wind- und Kitesurfern sehr beliebt. Im Süden umgeben Wälder die weißen Sandbuchten mit türkisfarbenem Wasser, zusammen mit spektakulären Schluchten.

Bewegte Geschichte hinterlässt Spuren

Der internationale Flughafen von Menorca (MAH) liegt im Süden der Insel. Er wird in der Sommersaison mehrmals täglich aus Deutschland angeflogen. Häfen, von denen aus es Fährverbindungen zu den Nachbarinseln und auf das spanische Festland gibt, sind in Mohon und in Ciutadella. Die Haupteinnahmequelle der gut 94.000 Insulaner ist der Tourismus. Wichtige Industriezweige sind zudem der Handel mit Lederwaren, Textilien, Keramik und Salz.

Die kleine Insel blickt auf eine lange und bewegte Geschichte zurück. Wegen ihrer Lage strategische bedeutsam, bestimmten über die Jahrhunderte wechselnde Invasionen die Inselherrschaft; erst 1802 ging das zwischenzeitlich von Briten und Franzosen beanspruchte Eiland endgültig an Spanien. Noch heute sind die verschiedenen Einflüsse der Griechen, Phönizier, Spanier, Engländer oder Franzosen spür- und sichtbar.

Seit 1993 Biosphärenreservat

1953 landete der erste Charterflug aus London auf Menorca, 1993 erklärte UNESCO die Insel zum Biosphärenreservat. Wer die Insel besucht, ist n der Regel eher auf der Suche nach Natur, sportlichen Aktivitäten und Entspannung als nach Party. Mit acht Naturschutzgebieten, die einen Großteil des 700 Quadratkilometer großen Eilandes einnehmen, sind dem Massentourismus enge Grenzen gesetzt. Dafür bietet die Insel Urlaub abseits des Massentourismus, romantische Buchten, hübsche Altstädte wie etwa in Ciutadella, Natur und Kultur.

Menorca schnuppern – kurzes Video vermittelt einen ersten Überblick über die Insel:

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