22. März 2021 | 07:00 Uhr
Teilen
Mailen

Was in Litauen auf den Teller und ins Glas kommt

Die fünf Regionen des Landes haben jeweils ihren eigenen kulinarischen Stil. Meist wird verzehrt, was Flüsse, Seen, das Meer, Gärten, Weiden und der Wald hervorbringen. Ein vollmundiges Bier darf zu den deftigen Genüssen nicht fehlen.

Rote-Beete-Suppe

Genuss aus einheimischen Zutaten: Rote-Beete-Suppe

In Litauen steht Selbstversorgung hoch im Kurs: an Seen und Flüssen wird geangelt, in den Wäldern gejagt, auf den Wiesen gesammelt und in den Gärten angebaut. Daher kommt das meiste, was in den Haushalten oder Restaurants aufgetischt wird, ganz aus der Nähe. Deshalb sollten sich Reisende nicht wundern, wenn Sie einen Kohlrabi mit frisch zubereitetem Zander serviert bekommen. Und zum Dessert gibt es gern auch mal Quarkkuchen mit Brennesselfüllung oder Rote-Bete-Gelee.

Regionale Spezialitäten 

Eine verbreitete Spezialität ist der litauische Cepelinai, ein zeppelinförmiger Kloß aus geriebenen Kartoffeln, der mit Fleisch, Quark oder Pilzen gefüllt ist. Eine deftige Mahlzeit, die vor allem in der Winterzeit beliebt ist. Doch die traditionelle litauische Küche besteht keineswegs nur aus sättigenden Klößen. Litauen hat fünf Regionen, deren Einwohner sich im Hinblick auf Charakter und traditionelle Küche unterscheiden. Die Dzūkija ist bekannt für Pilze, Beeren und Gerichte mit Buchweizen – sie gilt als Hauptstadt der Waldgüter. In Oberlitauen ist ein sattes Mittagessen nicht ohne Kartoffelgerichte vorstellbar, besonders Kartoffelpuffer sind oft dabei. 

Die Suvalkija ist das Land der Fleischermeister. Schinken, Steaks, Würste, und dann gibt es auch noch die im Schornstein geräucherte Presswurst namens Skilandis. Kleinlitauen ist für den leckersten Fisch bekannt: hier wird er geräuchert, gepökelt, gebraten oder getrocknet. In Niederlitauen sind die Einwohner stolz auf ihre Breis, Krebse und den Aufstrich Kastinys aus Schmand, Sauermilch und Butter mit Gewürzen, der meist mit gekochten Pellkartoffeln serviert wird.

Met, Kwas, Fruchtwein oder doch ein Bier? 

Auf der Getränkekarte stehen der Honigwein Met, der Brottrunk Kwas, Apfel- und Beerenwein, doch zu aller erst natürlich das Bier. Das oberlitauische Bier ist stark und hat einen vollmundigen Geschmack. Bier wird in Litauen bereits seit dem 11. Jahrhundert gebraut. Die historischen Quellen weisen auf spezielle Brauarten hin, mit denen das kühle Blonde im Großfürstentum hergestellt wurde. Heute können Besucher nicht nur die klassischen Biersorten wie Lager, Pils oder Hefeweizen, sondern auch die Craftbeer-Szene Litauens probieren. Über die letzten Jahre haben sich kleine Mikrobrauereien gegründet, die kreative Biere anbieten.

Mehr über das baltische Land erfahren Sie mit unserer Themenwoche Litauen auf Counter vor9: News, Hintergrund und Tipps für die Beratung im Reisebüro.

Anzeige Couner vor9