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30. Oktober 2020 | 07:00 Uhr
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„Big Five“ gibt’s auch in Kanada

Kanada ist wie Afrika ein Tierparadies, nur sind hier andere Spezies heimisch. Die „Big Five“ hier oben sind etwa Wale, Elche, Bisons, Bären und Wölfe. Daneben gibt es noch viele weitere imposante Tiere, wie Walrösser oder Moschusochsen. Ein Ziel für Tierfreunde, die auf eine etwas andere Safari gehen wollen.

Kanada Alberta Banff Natinalpark Grizzly Foto iStock bgsmith

Versuch's mal mit Gemütlichkeit: Der Grizzly ist nur eines von Kanadas Tierwundern

Wale: Kanada ist ein idealer Ort fürs Whalewatching. Mehr als 30 unterschiedliche Arten der Meeressäuger fühlen sich in Kanadas Gewässern heimisch. An der Atlantikküste vor New Brunswick, Nova Scotia und Neufundland ziehen Buckel- und Glattwale entlang. Orcas und Grauwale lassen sich im Pazifik auf Touren vor Vancouver Island beobachten. Die berühmten Beluga-Wale suchen in der Hudson Bay vor Churchill Kontakt zu Menschen auf den Schlauchbooten. Die weißen Meeressäuger findet man auch im St. Lorenz-Strom bei Tadoussac in Quebec, ebenso wie Blau- oder Zwergwale. Ganz im Norden, in Nunavut spürt man den Narwalen nach.

Bären: In Kanada sind drei bekannte Bärenarten zu Hause, der Schwarzbär, der Grizzly und der Eisbär. Die Zahl der Schwarzbären in Kanada wird auf 30.000 geschätzt, Grizzlys soll es mindestens 7.000 geben. Die meisten von ihnen sind im Westen, vor allem in British Columbia, im Yukon und Alberta heimisch. Um die mächtigen Tiere zu beobachten, muss man sich vielerorts nicht groß anstrengen. Mitunter grasen Bären am Straßenrand und stören sich wenig daran, wenn Autos anhalten. Aussteigen ist aber zu gefährlich. Wer Eisbären in ihrer natürlichen Umgebung beobachten will, muss weiter in den Norden Kanadas. Das Mekka zur Beobachtung der weißen Riesen ist Churchill in Manitoba. In der Region leben rund tausend Eisbären, denen Besucher auf sogenannten Tundra-Buggys nachspüren.

Elche: Die majestätischen Tiere sind weit verbreitet in Kanada, in Ontario, Manitoba, Saskatchewan, Alberta, British Columbia, in den Northwest Territories und im Yukon. Allein in British Columbia gibt es 170.000 Elche leben. Mit einer Schulterhöhe von zwei Metern werden sie schon mal 600 Kilogramm schwer. Wer Elche vor die Kamera bekommen will, setzt sich am besten in ein Kanu, raten Kenner, denn sie stehen gerne am Uferrand.

Bison: Es waren einmal fast zwei Millionen in riesigen Herden, heute ist ihr Lebensraum stark zusammengeschrumpft. Heute sind die Bisons, die schon mal 900 Kilogramm auf den Rippen haben, in Nationalparks Kanadas zu beobachten, wo sie geschützt sind. Sie lassen sich zum Beispiel im Elk Island National Park bei Edmonton oder im Wood Buffalo National Park im Norden von Alberta erspähen. Aber auch anderen Nationalparks in Westkanada, wie dem Banff Nationalpark.

Walrosse: Sie lassen sich gerne auf Eisschollen treiben. Walrosse sind imposante Wesen, vor allem wegen ihrer Stoßzähne, die bis zu einem Meter lang werden können. Die mächtige Robbenart bringt über eine Tonne auf die Waage und ist bis zum drei Meter lang. In der Arktis im Osten Kanadas leben zigtausende Walrosse. In vielen Küstenorten kann man mit Guides und ihren Booten auf Walrosspirsch gehen.

Moschusochsen: Die zotteligen Tiere sehen aus wie ein Überbleibsel der Eiszeit. Dank seiner enormen Anpassungsfähigkeit an kalte Klimazonen konnte der Moschusochse bis heute überleben. In Nunavut leben rund 60.000 Tiere. Touren bieten einheimische Guides in Cambridge Bay, Gjoa Haven oder Grise Fiord an. Auch Expeditionsreisende in der Nordwest-Passage haben gute Chancen, Moschusochsen vom Schiff aus zu entdecken.

Die Liste der imposanten Tiere in Kanada ist lang, das Land ist wie ein riesiger Freiluftzoo. Durch die Luft fliegen winzige Kolibris, Kanadagänse oder legendäre Weißkopfseeadler. In Wäldern und Wiesen leben Stachelschweine, Otter, Stinktiere, Biber, Wölfe und Luchse. Sogar Pumas bekommt man mit viel Glück vor die Linse.

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