4. September 2026 | 14:18 Uhr Anzeige
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Norwegens maritime Lebensader

Denkt man an die klassische norwegische Postschiffroute, denkt man sofort an ursprüngliche Fjorde, beeindrucke Naturwunder wie die Nordlichter und an lebendige, maritime Tradition. Seit über 130 Jahren existiert sie schon, die "Lebensader" Norwegens. Warum bloß ist eine Fahrt auf dieser legendären Route nicht vergleichbar mit einer herkömmlichen Kreuzfahrt?

Die norwegische Postschiffroute versorgt Häfen wie Bergen nicht nur mit Touristen, sondern auch Fracht und wird als Fähre von Einheimischen benutzt

Wir schreiben das Jahr 1893 ... Zu Zeiten des norwegischen Kapitäns Richard With war eine Seereise entlang der norwegischen Küste ein abenteuerliches und riskantes Unterfangen. Doch der Seeweg war oft die einzige Möglichkeit, den Süden mit dem Norden zu verbinden. Gerade der lange Winter machte den Transport von Handelswaren und Post auf dem Landweg unmöglich. Dies wiederum erschwerte dem noch jungen norwegischen Staat das Regieren. Der Vorschlag Withs, eine Dampfschifflinie entlang der Küste zu etablieren, war revolutionär. Im Jahr 1893 erhielt er den ersten Staatsauftrag – die Postschiffroute war geboren.

Bedeutung für den Tourismus 

Über die Jahrzehnte half diese neue Linie, die Menschen und Regionen entlang der Küste zu verbinden. Die Wirtschaft wuchs und die Route wurde ständig um Häfen und Schiffe erweitert. Die "Hurtigrute" (schnelle Linie), wie die Einheimischen sie nennen, entwickelte sich zu einer wichtigen Lebensader für die Norweger und ihre Nation. Der Tourismus spielte – wenn überhaupt – eine untergeordnete Rolle. Ab den Achtzigerjahren kehrte sich das Verhältnis langsam um. Heute ist der Tourismus der Motor der historischen Institution Postschiffroute. 

Warum ist ausgerechnet dieses Produkt so beliebt bei ausländischen Gästen? Denn schließlich gibt es viele Reedereien, die Kreuzfahrten in norwegischen Gewässern anbieten. Die Antwort liegt im Konzept. Auch heute nutzen viele Einheimische die Postschiffe, und man trifft Familien auf dem Weg zu den Großeltern, Menschen auf dem Weg zur Arbeit oder Studierende auf der Heimreise nach dem Semester. Auch Fracht wird an jedem der 34 Häfen umgeschlagen. Es ist das bunte, authentisch norwegische Treiben, das die Gäste aus dem Ausland fasziniert mit bis zu sechs Stopps pro Tag. Näher kommt man dem Alltag der Norweger nicht, jedenfalls nicht auf einem Kreuzfahrtschiff. 

Von der Tradition zur Moderne 

Norwegen ist nicht nur ein Land der Traditionen, sondern auch Quell von Innovation. In wenigen Ländern sind Forschung und Wirtschaft so weit entwickelt auf dem Gebiet alternativer Energien und Elektrifizierung. Auf der Postschiffroute nimmt die Reederei Havila Voyages eine wichtige Rolle ein. Sie waren die ersten, die ab 2021 große Batteriepakete einsetzten und so die Kohlenstoff-Emissionen auf der Traditionsroute bedeutend senkten. Die maritime Wirtschaft in Norwegen ist auf dem Gebiet der grünen Schifffahrt weltweit führend. Der moderne Betrieb der Postschiffroute ist Ausdruck davon. 

Gästen gelingt unterwegs also gleich dreierlei: eine Reise in die maritime Vergangenheit des Landes, der Kontakt zum heutigen Norwegen und der Blick in die Zukunft der Schifffahrt. Die Route ist also nicht nur die Lebensader eines Landes, sondern auch ein herrlicher roter Faden für eine authentische Norwegen-Reise.

Mehr über die Reederei Havila Voyages und den Reiseveranstalter Wolters Rundreisen, ihre spannenden Angebote in Norwegen und wie sie Reisebüropartner unterstützen, lesen Sie in der Havila & Wolters Woche auf Counter vor9.

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