FTI
25. Oktober 2021 | 07:00 Uhr
Teilen
Mailen

Estlands innovative Hotellerie vom Schlosshotel bis Holziglu

Dass die Esten ein kreatives Völkchen sind, zeigt sich auch in den Hotellerie. Dort entstanden auch in der Krise innovative Unterkünfte, vom feinen Boutiquehotel in einem alten Herrenhaus, über Tiny Houses in der Natur bis zu pfiffigen Holziglus mitten in Tallinn.

Estland Tallinn Iglu Park Foto Iglucraft

Die komfortablen Holziglus sind eine ganz spezielle Art, in Estlands Hauptstadt Tallinn zu übernachten

In Viljandi im Süden Estlands hat das Hotel Schloss Fellin eröffnet. Holzgetäfelte Wände im Gourmet-Restaurant, Parkettböden und Marmorbäder in den Zimmern, dazu Kronleuchter aus Murano-Glas und vor den Fenstern prachtvolle Bäume zeichnen das liebevoll restaurierte Herrenhaus aus dem 19. Jahrhundert aus. Massive Holztüren, Wandmalereien und ein alter Brunnen in der Lobby zählen zu den Details des Boutique-Hotels mit seinen nur 17 luxuriösen Zimmern. Ein Spa mit drei Saunen und einem Pool versprechen hochwertige Anwendungen und Entspannung.

Wo schon die russische Zarenfamilie weilte

Ein weiteres Luxushotel entstand aus der historischen Villa Friedheim im Kurort Haapsalu, wo schon die Zarenfamilie und der russische Komponist Peter Tschaikowsky am Meer flanierten. Die 1885 erbaute Villa gehörte einst den baltisch-deutschen Adelsfamilie von Gernet, die eine Musikbibliothek anlegte und die Akustik der Halle für Kammermusik-Abende nutzte. Nach längerem Leerstand wurde das Anwesen nun aufwändig restauriert und als Boutiquehotel mit nur sechs Suiten wiedereröffnet. Von der Terrasse genießen die Gäste den Blick aufs Meer, im Restaurant "von Gernet" exquisite, russisch-französische Küche. Das Haus gilt als eines der luxuriösesten Adressen Estlands.

Ein Holziglu mitten in der Hauptstadt

In einer ganz anderen Liga spielt der Iglupark in Tallinn. Ein außergewöhnliches Hotel im kreativen Hafenviertel Noblessner, das Gesundheit, Freizeit und Arbeit geschickt verbindet. Es gibt zehn Iglu-Hütten, fünf Iglus-Saunen und vier Iglu-Offices. Der Iglupark liegt direkt am Meer in einem der coolsten Viertel der Hauptstadt. Die komfortablen, aus Holz gestalteten Iglus bieten jeweils zwei Personen Platz, in den Offices können bis zu sechs Personen arbeiten und konferieren. Die Saunen fassen maximal zehn Gäste und haben einen Zugang zum Meer.

Spiegelhäuser in freier Natur

Architektonisch innovativ sind die Spiegelhäuser der ÖÖD-Hotels. Mit nach außen verspiegelten Glasfronten fügen sie sich beinahe unsichtbar in die Natur ein. Die Idee für die Tiny Houses hatten die Brüder Andreas und Jaak Tiik, als sie sich beim Wandern ein schönes Häuschen zum Übernachten wünschten, aber nur Blockhütten fanden. Mit den ÖÖD-Hotels gibt es nun eine komfortable Alternative, mit Grill auf der Holzterrasse, bequemen Betten, funktionaler Küche und schickem Bad. Die Hauptrolle aber spielt die Natur vor den gläsernen Fronten. Im Süden und Norden Estlands entstehen derzeit weitere Tiny Houses, deren genauer Standort erst nach ihrer Fertigstellung bekanntgegeben wird.

Pandemie zum Upgrade genutzt

Estlands Hotellerie hat die Pandemiezeit auch dafür genutzt, in bestehende Unterkünfte zu investieren und zu renovieren. 12,5 Millionen Euro etwa wurden in das stylische Vier-Sterne-Hotel Nordic Forum im Herzen Tallinns gesteckt, für mehr Familienzimmer, das neue Restaurant Noho auf dem Dach und hohe Gesundheitsstandards. Dazu gehört zum Beispiel ein neues Belüftungssystem, das Nanopartikel, Bakterien und Viren aus der Luft entfernt. Auch das Tallink City Hotel mit seinen vier Sternen präsentiert sich frisch renoviert. Es hat 324 Zimmer, darunter 39 Familienzimmer. Für Gourmets ist das Restaurant Grill-House mit seinem offenen Küchenkonzept über zwei Ebenen ein Muss.

Mehr über das nordische Land erfahren Sie mit unserer Themenwoche Estland auf Reise vor9 und Counter vor9: News, Hintergrund und Tipps für die Beratung im Reisebüro.

Anzeige Reise vor9