5. Dezember 2020 | 07:00 Uhr
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Was die Regionen Estlands zu bieten haben

Estland lässt sich ganz grob in drei Regionen und die Inseln einteilen: der Norden mit Tallinn bis zur russischen Grenze, der Westen mit seinen Ferienorten an der Ostsee und der Süden im Landesinnern, der von Wäldern und Mooren geprägt wird. Alle drei haben ganz unterschiedliche Reize.

Estland Pärnu Strand Foto Visit Estonia Andres Putting.jpg

Der Strand von Pärnu ist das Sommerziel der Esten

Nordestland ist die Region um Tallinn bis zur russischen Grenze. Die Region ist sehr vielseitig. Besucher bestaunen mittelalterliche Festungen, übernachten auf romantischen Gutshöfen, wandern über Klippen oder faulenzen am Strand. Der Nationalpark Alutaguse ist von Moorgebieten geprägt und ein guter Platz für Tierbeobachtungen.

Aus dem Rahmen fallen die Moorgebiete von Puhatu und Agusalu mit Estlands einzigen Festlanddünen, die bis zu 18 Meter hoch sind. Der längste Sandstrand liegt bei Peipussees. Ein Ausflug wert ist auch das Städtchen Narva, ein Schmelztiegel estnischer und russischer Kultur. Stolz erhebt sich die am besten erhaltene Burg Estlands, die Hermannsfestung. Von dort blickt man über den breiten Grenzfluss zwischen Estland und Russland.

Westestland ist vom Küstenleben geprägt. An der Ostsee gibt es viele unberührte Strände, kleine Marinas, urige Fischerdörfer und gemütliche Ferienorte, zum Beispiel Haapsalu und Pärnu mit ihrer ansprechenden Holzarchitektur. Pärnu ist das beliebteste Sommerziel den Esten. Breite Sandstrände, seichtes Wasser, viele Straßencafés und ein breites Freizeitangebot machen die Stadt zum idealen Familienziel.

Die Region hält aber auch Attraktionen für Naturfreunde bereit. Besonders Vogelfreunde kommen im Mündungsgebiet des Flusses Kasari auf ihre Kosten. Ob Wachtelkönig, Tüpfelsumpfhuhn oder Doppelschnepfe, sie alle brüten hier im Nationalpark Matsalu, durch den jedes Jahr über zwei Millionen Wasservögel ziehen.

Südestland ist ein beliebtes Ziel für Naturfreunde. Tiefe Wälder, ein großer Nationalpark, verschlafene Dörfer und Gutshöfen charakterisieren die Atmosphäre. Hier liegt auch Tartu, die älteste Stadt des Baltikums. Kleiner, aber hübsch ist Viljandi, etwas verborgen in den südestnischen Wäldern. Dort thront eine beeindruckende Burgruine. Die malerische Aussicht auf den nahen See und die Holzarchitektur machen Viljandi sowohl für Natur- als auch für Kulturfreunde attraktiv.

In Soomaa und dem gleichnamigen Nationalpark locken gigantische von Wäldern umrandete Moore, große und kleine Flüsse, artenreiche sumpfige Grasländer und blütenreiche Laubwiesen. Eine Kanutour ist hier ein Muss. In Setomaa lebt die Volksgruppe der Seto, die ihren traditionellen Lebensstil pflegt und durch ihre Gesangstradition bekannt ist. Im Peipusgebiet sind die Altgläubigen zu Hause, eine traditionelle Glaubensgemeinschaft. Fischersleute, Baumeister und Zwiebelzüchter, bei denen man ein herzliches Abendessen „wie bei Muttern“ genießen kann.

Mehr über das nordische Land erfahren Sie mit unserer Themenwoche Estland auf Reise vor9 und Counter vor9: News, Hintergrund und Tipps für die Beratung im Reisebüro.