22. Juni 2018 | 11:46 Uhr
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USA verschärfen Kontrollen für Pulversubstanzen

Die US-amerikanische Transportation Security Administration (TSA) führt zum Ende des Monats eine neue "Powder Rule" ein. Demnach sollen pulverartige Substanzen über 350 Milliliter im Handgepäck auf allen Flügen in die USA einer genaueren Prüfung unterzogen werden. Finden die Prüfer nicht eindeutig heraus, worum es sich handelt, wird das Pulver eingezogen. US-Fluggesellschaften wie American Airlines raten deshalb nun, Kosmetik, Gewürze, Proteinmischungen und weitere Pulversubstanzen über 350 Milliliter mit dem Gepäck einzuchecken und nicht im Handgepäck mitzuführen.

Wie der US-Nachrichtensender "CNN" berichtet, reagiert die TSA damit unter anderem auf einen vereitelten Anschlag auf ein Flugzeug der Fluggesellschaft Etihad in Australien. Dort versuchten Attentäter, eine selbst gebastelte Bombe, die unter anderem aus Pulver bestand, an Bord einer Maschine zu bringen. Ihr Plan wurde jedoch während der Sicherheitskontrolle entdeckt. Laut "CNN" ist der vereitelte Anschlag nicht der einzige Grund für die Verschärfung der Kontrollen. Nach Aussage eines TSA-Sprechers stellen immer ausgefeiltere Sprengstoffe auf Pulverbasis eine wachsende Gefahr dar.

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