15. Mai 2024 | 19:02 Uhr
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Wie der Vertrieb der Dertour Group Wachstum forcieren will

Die Dertour Group wolle im Vertrieb sowohl beim Umsatz als auch bei der Anzahl der Vertriebsstellen wachsen, verkünden Thomas Osswald (l.), Andreas Heimann (M.) und Michael Dohmen (r.) im Gespräch. Für das aktuelle Jahr verweisen sie auf ein knapp zweistelliges Umsatzplus in den Filialen bei den Franchisern und den Kooperationsbüros

Osswald Heimann Dohmen

Thomas Osswald, Andreas Heimann und Michael Dohmen führen die drei Vertriebsorganisationen der Dertour Group

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Der Vertrieb der Reisesparte der Rewe Group ist im deutschen Markt traditionell stark. Aktuell bringen die Dertour-Filialen, die Franchiser und Filialen von Derpart und die Kooperationsbüros des DTPS-Verbundes inklusive der mobilen Partner rund 1.400 Reisebüros auf die Waage.

Gleichwohl waren die vergangenen Jahre – nicht nur wegen Corona – nicht ganz einfach. Denn die Veranstaltermarken der Dertour Group hatten oder verursachten deutliche Schwierigkeiten im Vertrieb, weil der Übergang vom vorherigen Buchungssystem Blank auf Phoenix Unlimited misslang. Schließlich zog der Konzern Ende 2022 die Reißleine und setzt seit 2023 auf das System Atcom.

Technikprobleme offenbar überwunden 

Die technischen Probleme und die nachfolgende mangelnde Erreichbarkeit des Servicecenters seien ärgerlich gewesen, räumen die drei Vertreter des Vertriebs ein – erst recht für sie und ihre Reisebüropartner, da sie eine besonders enge Bindung an die Veranstaltermarken des Konzerns pflegen. Doch das sei Schnee von gestern, bestätigen Osswald, Heimann und Dohmen übereinstimmend. Die Systeme, an denen man in enger Abstimmung gearbeitet habe, funktionierten und würden weiterhin in ihrem Sinne optimiert.

Und so läuft es nach dem Stottern des Motors in der Endphase der Coronakrise bei den drei Organisationen wieder prächtig. Im vergangenen Geschäftsjahr sei ein zweistelliges Umsatzwachstum zu verzeichnen gewesen, das zu dem "besten Vertriebsergebnis der Geschichte" geführt habe, sagt Heimann, Chief Sales Officer Dertour Central Europe und Geschäftsführer Dertour Reisebüro. Auch das laufende Geschäftsjahr seien knapp zweistellige Zuwachsraten zu registrieren, obwohl die Gästezahl noch nicht das Niveau von 2019 erreicht habe.

Durchlässigkeit unter den Vertriebsmodellen

Heimann hält es für einen "klaren Vorteil", dass alle Vertriebsmodelle der Dertour Group unter einem Dach vereint sind. Dadurch profitierten sie von einem gemeinsamen Einkauf sowie einem starken Background für Marketing und IT. Dohmen, Geschäftsführer DER Touristik Partner Service (DTPS), lobt die Durchlässigkeit der Systeme untereinander. So könnten Reisebüros von der Kooperation ins Franchise wechseln oder umgekehrt. Auch Angestellte der Filialen hätten sich schon innerhalb des Systems mit einem eigenen Büro selbstständig gemacht.

Zur Einordnung: Aktuell gibt es rund 460 Dertour-Filialen, 290 Derpart-Fanchisebüros und rund 60 Filialen, die Derpart gekauft hat. Die in der DTPS organisierten Verbünde DTPU, Galeria Reisen, Tourcontact, Protours und Deutscher Reisering bringen es auf rund 600 Büros.

Dertour Reisebüro und Derpart setzen auf Geschäftsreisen

Während sich das Wachstumsziel übergreifend über die drei Partner zieht, unterscheiden sich einige Herausforderungen im Detail. So setzen sich die Dertour-Filialen und Derpart ambitionierte Ziele bei Geschäftsreisen, nachdem sie im vergangenen Jahr die zuvor von DER Touristik verkaufte Geschäftsreisesparte nach vorheriger Wettbewerbssperre gemeinsam wieder unter DER Business Travel wiederaufleben ließen. Das Angebot sei sowohl für mittelständische als auch für große Partner interessant und der Markenname habe unverändert Zugkraft, unterstreichen Heimann und Osswald. Für Derpart will Osswald künftig eine 50:50-Verteilung zwischen Touristik und Geschäftsreisen anstreben.

Für Dohmen hingegen liegt der Fokus weiter klar auf der Touristik. Die DTPS verstehe sich als Einkaufs-, Technik- und Marketingorganisation für ihre Mitglieder, unterstreicht er. Trotz Pandemie sei die Zahl der angeschlossenen Reisebüros stabil. Zuletzt habe man 30 neue Partner und fünf erfolgreiche Neueröffnungen an Bord holen können.

Herausforderungen des Marktes gemeinsam begegnen

Gemeinsam wollen die drei Vertriebsorganisationen der Dertour Group Herausforderungen wie den Rückgang der Kundenfrequenz in Ladenlokalen, den Shift zu Online-Buchungen, dem Fachkräftemangel und dem nicht zuletzt dadurch beförderten Wunsch nach flexibleren Arbeitszeiten und -bedingungen für die Kunden angehen. Dabei spiele die gemeinsame digitale Plattform unter dem Label Reise-Spezialisten ebenso eine wichtige Rolle wie der sinnvolle Einsatz künstlicher Intelligenz.

Aber auch Goodies für Mitarbeiter dürfen nicht fehlen. Die erhalten bei allen drei Organisationen neben Reiserabatten auch Nachlässe für Einkäufe in Rewe-Märkten und können ein ortsübergreifendes Fitnessprogramm nutzen. Für die Beschäftigten der Filialen gebe es zudem Möglichkeiten für Workation und Sabbaticals, wirbt Heimann.

Christian Schmicke

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