13. Februar 2019 | 12:19 Uhr
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Schwacher Januar lässt Sommerbuchungen ins Minus drehen

Was aus allen Teilen der Branche bereits zu hören war, bestätigen nun auch die Zahlen der Marktforschungsgesellschaft GfK: Der Januar fällt nach deren Analyse als Buchungsmonat im Reisevertrieb enttäuschend aus. Die mit Winterurlauben für die noch laufenden Wintersaison erzielten Buchungsumsätze liegen um sechs Prozent unter dem Vorjahr. Noch schwerer wiegen aber die Rückgänge beim Sommerurlaub. Mit einem Umsatzrückgang in Höhe von neun Prozent drehe sich auch die kumulierte Bilanz ins Minus, so die GfK. Der einzige Trost liege für den Vertrieb darin, dass der neue Reisesommer gegen ein starkes Vorjahr laufe.

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Der Vorjahresmonat war mit gut zweistelligen Umsatzzuwächsen besonders wachstumsstark ausgefallen. Dies relativiere die Verluste im jetzt abgelaufenen Buchungsmonat etwas, erklären die Marktforscher. Dennoch irritiere die vergleichsweise schwache Urlaubsnachfrage im deutschen Markt. Auch der Online-Reisevertrieb kann demnach im Januar bei den Sommerbuchungen nicht an seine Vorjahresumsätze anschließen, er liegt um einen Prozentpunkt darunter. Bei den in den Reisebüros gebuchten Sommerurlauben seien die Umsätze nun schon den dritten Monat in Folge rückläufig.

Zwei Prozent unter Vorjahr

Im Gesamtmarkt – also Urlaubsbuchungen in stationären Reisebüros und online auf den Reiseportalen der Veranstalter und OTA’s zusammengenommen – steht der Sommer zum aktuellen Buchungsstand bei kumuliert minus zwei Prozent. Im Vergleich zum Vormonat habe die Bilanz damit ganze fünf Prozentpunkte eingebüßt, warnt die GfK. Der Januar sei traditionell der stärkste Buchungsmonat des Jahres. Die Verluste hinterließen daher „deutlich sichtbare Spuren“.

Nach den rückläufigen Buchungsumsätzen im Januar weisen nach den aktuellen Daten derzeit nur noch die sommerlichen Reisemonate Juni und Oktober positive Umsatzbilanzen auf. Das durch die alljährliche Verschiebung der Pfingstferien im Juni aufgelaufene Plus von 9,2 Prozent reiche aber schon nicht mehr aus, um das im Gegenzug entstandene Mai-Minus von 15,8 Prozent aufzufangen. Die sommerlichen Hauptreisemonate Juli und August wie auch der September lägen aktuell zwischen ein bis drei Prozent unter Vorjahr. Mit 68,8 Prozent seien gut zwei Drittel der Buchungsumsätze im Januar Reisebuchungen für die Sommersaison geschuldet.

Winterbilanz bleibt positiv

Die noch bis Ende April laufende Wintersaison verliert laut GfK nach den Einbußen im Januar im Vergleich zum Vormonat kumuliert ebenfalls zwei Prozentpunkte, die Bilanz bleibt mit plus vier Prozent aber positiv. Der jüngst beendete Reisemonat Januar schließt noch mit 3,6 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr ab. Die kommenden acht Reisemonate dürften bis auf den Ostermonat April und den Pfingstmonat Juni nach derzeitigem Stand aber allesamt nicht mehr an ihre jeweiligen Vorjahresumsätze anknüpfen.

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