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23. September 2019 | 07:00 Uhr
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Stiftung von Touristiker Meutsch besucht Schulen in Tansania

Lernen statt Ziegen hüten ist dank Fly & Help nun Alltag für tausende Massai-Kinder in dem ostafrikanischen Land. Der Mitgründer des Veranstalters Berge und Meer, Reiner Meutsch, reiste gemeinsam mit Spendern nach Tansania, um zwei Schulprojekte zu besuchen.

Fly & Help

In den Schulen, die Fly & Help unterstützt, lernen Massai-Kinder lesen und schreiben 

Die von zahlreichen Unternehmen der Reisebranche mit Spenden unterstützte Stiftung Fly & Help finanziert bereits seit 2009 den Bau von Schulen in Afrika, Asien und Lateinamerika. Weltweit kommt die Stiftung so auf über 330 Schulen. Gründer Meutsch besuchte mit einer Reisegruppe nun zwei Schulprojekte in Tansania, um vor Ort zu sehen, wie die Spendengelder eingesetzt werden und was sie bewirken.

Das erste Projekt ist in Malambo im Ngorongoro District in Zusammenarbeit mit dem Partnerverein Upendo entstanden. Hier haben derzeit 1.400 Kinder aus umliegenden Dörfern die Möglichkeit, die Schule zu besuchen – ein Teil davon auch im Internat, da es ihnen aufgrund der Entfernung nicht möglich ist, täglich nach Hause zu laufen. In der Malambo Primary School bekommen die Kinder jeden Tag eine warme Mahlzeit, keine Selbstverständlichkeit in der armen Gegend. Zudem wurden die hygienischen Bedingungen und die Versorgung mit sauberem Trinkwasser mit Hilfe der Spendengelder verbessert.

Nach einer mehrstündigen Anreise über unbefestigte Pisten wurde die Reisegruppe von den Schulkindern, Eltern, Lehrern und Politikern in Malambo empfangen. Trotz der sprachlichen Hürden waren die Freude und Dankbarkeit in den strahlenden Augen der Massai-Kinder deutlich zu sehen. Die Kinder überraschten den Besuch aus Deutschland mit traditionellem Gesang und Tänzen. Das sorgte auch für die eine oder andere Freudenträne bei den Gästen: "Es ist so ergreifend, das einmal selbst miterleben zu dürfen. Die Menschen hier sind einfach herzlich, ich bin wirklich sprachlos", berichtet eine Reiseteilnehmerin. "Einen solchen Einblick in das Leben der Menschen erhält man als normaler Tourist nicht."

Mit dem Jeep durch die Serengeti zur Schule nach Lengijape

Mit vielen Eindrücken und Geschenken im Gepäck ging die Reise zum zweiten Schulprojekt weiter – vorbei am für die Massai heiligen Vulkan Ol Doinyo Lengai und durch die weltberühmte Serengeti. Hier mussten die Jeeps häufiger anhalten, weil majestätische Elefanten oder stolze Raubkatzen die Straße überquerten. Im Dorf Oldonyo, weit abseits befestigter Straßen in den Bergen, erreichte die Reisegruppe schließlich die zweite Schule Lengijape. Das Dorf hatte weder Strom noch Zugang zu sauberem Wasser. Aufgrund der fehlenden Räumlichkeiten war der Schulbesuch für die meisten Kinder bisher nicht möglich. In Lengijape können mit dem Bau von sechs Klassenzimmern nun 600 Kinder lesen, schreiben und rechnen lernen. Der Bau von Latrinen und Zisternen war ebenfalls dringend notwendig, um Wasser zu erhalten und Krankheiten zu vermeiden.

Der Empfang in Lengijape war ebenfalls sehr emotional. Mehr als 1.200 Massai haben die Fly & Help-Delegation willkommen geheißen. Für Reiner Meutsch sind es gerade diese Momente, die seine Arbeit so erfüllend machen: „Die Kinder strahlen eine solche Dankbarkeit aus, das ist mit Worten nicht zu beschreiben.“ Und ein Reiseteilnehmer ergänzt: „Zu sehen, was mit den Spenden bewirkt wird, hat mich tief bewegt. Die Kinder sind einfach glücklich, lernen zu dürfen. Ein schöneres Gefühl, als Kindern eine Zukunft zu schenken, kann es nicht geben.“

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