11. Januar 2021 | 07:00 Uhr
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Kleine Städtekunde Tokio

Wolkenkratzer und 1.000 Jahre alte Tempel, pulsierendes Stadtleben und grüne Oasen, Outdoor-Abenteuer in den Bergen und Inselwelten, vielseitige Kulinarik und exotische Events: Tokio ist eine Stadt voller Kontraste.

Tokio

Tokios Stadtteil Shinjuku, im Hintergrund der Fuji

Mit knapp 14 Millionen Einwohnern ist Tokio die bevölkerungsreichste Metropole Japans und zudem als Sitz der japanischen Regierung sowie des Tennō auch die Hauptstadt des Landes. Die Metropolregion Tokio-Yokohama ist mit mehr als 38,5 Millionen sogar der bevölkerungsreichste Ballungsraum weltweit.

Tokio ist zugleich das Industrie-, Handels-, Finanz-, Bildungs- und Kulturzentrum Japans und verfügt über zahlreiche Universitäten, Hochschulen, Forschungsinstitute, Theater und Museen. Mit den Flughäfen Narita und Haneda und als Ausgangspunkt der meisten Linien des Schnellzuges Shinkansen bildet die Hauptstadt auch das Verkehrszentrum des Landes.

Heiße Sommer klare Winter

Tokio liegt an der gleichnamigen Bucht auf der Insel Honshū, der größten der vier Hauptinseln des japanischen Archipels. Das Klima ist im Sommer heiß und feucht mit Tagestemperaturen von rund 30 und Nachttemperaturen von rund 20 Grad. Die Winter sind trocken und sonnig; tagsüber herrschen etwa zehn Grad und nachts Temperaturen um den Gefrierpunkt. Die Regenzeit erstreckt sich von Ende Juni bis Mitte Juli. Zeitlich ist uns Tokio im Sommer sieben und im Winter acht Stunden voraus.

Wie in ganz Japan herrscht in Tokio Linksverkehr; um in Japan ein Fahrzeug lenken zu dürfen, benötigen Inhaber eines nationalen deutschen Führerscheins eine japanische Übersetzung. Der deutsche internationale Führerschein wird in Japan nicht anerkannt. Die Verkehrszeichen sind in englischer und japanischer Sprache verfasst. Bezahlt wird in Yen, 124 Yen entsprechen einem Euro. Die Stromspannung beträgt 100 Volt, die Frequenz 50 bis 60 Hertz, der Steckertyp ist Typ A mit zwei flachen Stiften. Für die Nutzung ausländischer Geräte kann ein Transformator oder ein Steckdosenadapter erforderlich sein.

Hightech und Traditionen

Vielerorts ist in Tokio kostenloses WLAN verfügbar, zum Beispiel an den Flughäfen und in wichtigen touristischen Einrichtungen. Auch an vielen öffentlichen Verkehrsknotenpunkten gibt es kostenlose Wi-Fi-Spots, ebenso wie in zahlreichen Parks, Museen, Zoos und Gärten der Stadt.

Die Japaner sind höfliche Menschen; ein paar Tipps, um in Tokio nicht ins erstbeste Fettnäpfchen zu tappen, sind dennoch nützlich. So sind Körperberührungen zur Begrüßung nicht nur in Corona-Zeiten unüblich. Stattdessen wird sich zum Dank, zum Abschied oder als Signal zum Aufbruch verbeugt. Japanische Häuser, mit Ausnahme von Hotels, werden nicht in Schuhen betreten.

Stäbchen sind in Japan zum Essen da. Sie senkrecht in den Reis zu stecken oder mit ihnen zu spielen, gilt als unhöflich. Ebenso ist das Naseputzen am Tisch keine gute Idee. Lautes Schlürfen von Nudelsuppen ist dagegen erwünscht und gilt als Zeichen, dass es schmeckt. Trinkgeld, hierzulande fast ein Muss, gilt in Japan fast als unhöflich – im Restaurant ebenso wie im Taxi.

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