19. Februar 2020 | 07:00 Uhr
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Ruanda-Tipps von den Spezialisten für den Counter

Ruanda mit seinen Gorillas im Vulkan-Nationalpark muss man einmal im Leben gesehen haben. Ruanda hat aber noch einiges mehr zu bieten. Wir haben die Reiseprofis der Veranstalter gefragt, auf was man bei der Kundenberatung achten sollte.

Ruanda Kiwusee Sonnenuntergang Foto Visit Ruanda

Sonnenuntergang am Kiwusee in Ruanda: Auch Baden kann man in dem kleinen Land mitten in Afrika

Marcus Schneider, Reisegestalter Afrika bei Reisen mit Sinnen:

Schneider Marcus Reiseberater Foto Reisen mit Sinnen.jpg

Mich haben in Ruanda mehrere Dinge beeindruckt: Entspannen am Kiwusee; die Menschenströme an der Grenze zum Kongo, die dort mit allen möglichen Waren und Einkäufen auf dem Rücken unterwegs sind; die Sauberkeit und Aufgeräumtheit im Land und dass Plastiktüten verboten sind. Neben dem Gorilla-Trekking sollte man den Kiwusee besuchen, den Nyungwe-Forest und die Hauptstadt Kigali. Für den Verkauf am Counter bietet sich eine Reisekombination mit Uganda an! Die Länder stehen in einem guten, interessanten Kontrast zueinander.

Vivien Peiffer, Reiseberaterin bei Iwanowski’s Reisen:

Pfeiffer Vivien Reiseberaterin Iwanowski's Foto privat.jpg

In Ruanda steckt der Tourismus noch in den Kinderschuhen. Man kann die atemberaubenden Naturschönheiten noch abseits des Massentourismus genießen. Auf jeden Fall sollte man den Akagera-Nationalpark besuchen, der für seine landschaftliche Vielfalt aus labyrinthartigen Seen und Savannen bekannt ist. Auf Tages- und Nachtpirschfahrten können sogar die Big Five gesichtet werden.

Das Gorilla-Tracking ist in Ruanda in der Regel weniger anstrengend als in anderen Ländern, da die Tiere hier in Bambuswäldern leben, die leichter zu durchstreifen sind und sehr gute Fotomöglichkeiten bieten. Dennoch sollte man fit genug für eine mehrstündige Wanderung in unwegsamem Gelände sein. Die beste Reisezeit ist die Trockenzeit von Juni bis September sowie von Dezember bis Februar. Da die Permits limitiert sind, empfiehlt sich eine frühzeitige Buchung.

Michael Merbeck, Abendsonne Afrika:

Merbeck Michael Foto Abendsonne Afrika.jpg

In Ruanda hatte ich immer das Gefühl, gut aufgehoben zu sein. Das Land entwickelt einen hochpreisigen Tourismus und legt Wert auf Qualität und Nachhaltigkeit. Das Camp-Magashi von Wilderness Safaris wurde erst im Juni 2019 im Akagera-Nationalpark eröffnet mit exklusiven Wildbeobachtungen in einer wunderschönen Umgebung. Der Nyungwe-Nationalpark im Süden bietet hervorragende Wanderungen an. Ruanda ist noch etwas Besonderes und nicht unbedingt für jeden geeignet, auch aufgrund der hochpreisigen Unterkünfte und Aktivitäten. Empfehlen würden wir immer eine längere Verweildauer als die üblichen zwei bis drei Nächte an einem Ort. Eine Kurzvisite bei den Gorillas lässt sich mit Tansania oder Kenia kombinieren.

Anja Bielke, Reisespezialistin bei Diamir Erlebnisreisen:

Bielke Anja beim Gorilla Tracking Foto Diamir

Mich haben in erster Linie die Menschen beeindruckt – mit welcher Liebe, Verbundenheit und Wertschätzung sie mit der Natur umgehen. Ruanda ist unglaublich vielseitig und durch seine Kompaktheit und geringe Entfernungen hervorragend zu bereisen. Es gibt ein Füllhorn erstklassig gelegener Unterkünfte für jedes Reisebudget.

Meine Reisetipps: Am mystischen und wunderschön gelegenen Kiwusee, wo das Wasser mit zunehmender Tiefe wärmer wird, sollte man ein paar Tage verweilen. Der Akagera-Nationalpark, der mit den Big Five und vor allem den schwarzen Nashörnern aufwartet, ist unglaublich sehenswert. Die absolut krönenden Höhepunkte jeder Ruanda-Reise sind neben den Berggorillas im Vulkan-Nationalpark das Schimpansen-Tracking im Nyungwe-Primärwald.

Nachhaltigkeit wird in Ruanda gelebt! Die Einfuhr von Einwegplastik ist verboten. Spürhunde sind am Flughafen direkt auf das Erschnüffeln von Plastik abgerichtet und knallharte Geldstrafen drohen bei Verstößen. Kunden sollten sich hier nach nachhaltigen Möglichkeiten erkundigen, wie sie ihre Schmutzwäsche oder ähnliches verpacken.

Irmela Preißner, Produktleitung bei Hauser:

Preißner Irmela Hauser Exkursionen Foto Andrea Ritler.jpg

Üppiger Regenwald, steile Vulkane und der tiefblaue Kiwusee – die Landschaften in Ruanda sind aufsehenerregend schön. Außerdem sind die Ruander trotz einfachster Verhältnisse sehr offen, freundlich und lebensfroh. Das Land ist dicht besiedelt und doch sehr sauber. Nirgends liegt Müll herum.

Eine Dschungelwanderung im Nyungwe-Forest gehört zu den eindrucksvollsten Erlebnissen in Ruanda. Mit Hauser Exkursionen übernachten wir in Zelten inmitten der Urwaldkulisse und lauschen abends dem Konzert der Dschungeltiere. Nicht verpassen sollte man eine Tour im einheimischen Holzboot über den Kiwusee. Wer sich nicht auf ein Gorilla-Tracking begeben möchte, kann von Musanze aus Ruandas flinke Goldmeerkatzen tracken oder mit einem Guide den 3.711 Meter hohen Bisoke Vulkan im Vulkan-Nationalpark Park besteigen.

Ruanda bietet „Visa on Arrival“ an, die problemlos am Flughafen in Kigali zu bekommen sind. Noch ein wichtiger Hinweis an Reisende: Seit 2008 besteht ein Verbot von Plastiktüten, daher solche unter keinen Umständen ins Land einführen. Wiederverschließbare Ziplocks sind ok.

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