9. März 2022 | 07:00 Uhr
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Streifzug durch Kataloniens Städte und Dörfer

Kataloniens Städte sind mit Ausnahme von Barcelona in Bezug auf Fläche und Einwohner eher klein. In Sachen Geschichte, Sehenswürdigkeiten und Kultur haben diese Orte aber viel zu bieten. Wir präsentieren einige Beispiele.

Tarragona

Zahlreiche Relikte aus römischer Zeit, wie hier das Amphitheater, prägen Tarragona

Das gesamte Gebiet Kataloniens kann mit dem Auto von Norden nach Süden in weniger als vier Stunden durchquert werden. Einige der Städte der autonomen Region haben den historischen Titel „Villa“ erhalten, um damit die Bedeutung ihres Marktes, ihres Klosters oder auch ihrer Kirche zu unterstreichen.

Tarragona gilt als die römischste aller katalanischen Städte; in der Römerzeit war sie als Tarraco eines der bedeutendsten Zentren der iberischen Halbinsel. Neben Relikten aus dieser Zeit, wie den Mauern, dem Amphitheater, dem Theater, dem Zirkus und dem Pretorio-Turm gibt es ein reiches mittelalterliches und modernes Erbe zu entdecken.

Girona verfügt über ein mittelalterliches Viertel, das bis zur beeindruckenden Kathedrale hinaufreicht, zu der man durch die schattigen Gassen der Altstadt gelangt, während sich auf der anderen Seite des Flusses der moderne Stadtteil befindet. Entlang des Oynar-Ufers bieten die bunten Fassaden der Häuser ein farbenfrohes Bild.

Tortosa, die Hauptstadt des Baix Ebre, bewahrt wichtige Relikte der mittelalterlichen Renaissance-, Barock- und Jugendstil-Architektur. So wurde der alte Ortskern zum künstlerisch-historischen Ensemble erklärt. Nahe der Stadt, im Ebrodelta gibt es drei Naturschutzgebiete.

Reus ist Hauptstadt des Baix Camp; sie punktet mit ihrer Jugendstil-Architektur. Berühmte Architekten wie Gaudí und Domènech i Muntaner haben hier ihre Spuren hinterlassen.

Sant Pol de Mar ist ein Fischerdorf mit weißen Häusern und engen und ruhigen Gassen, Steinbuchten und Strände mit grobem Sand und glasklarem Wasser. Architektonisch ist der Ort durch Jugendstilbauten geprägt; beim Spaziergang am Meer entlang auf dem Cami de Ronda lässt sich die reizvolle Umgebung erkunden.

Montblanc hat zahlreiche Zeugen des reichhaltigen mittelalterlichen Erbes Kataloniens. Ein großer Teil der Ortschaft ist denkmalgeschützt. Während der mittelalterlichen Woche, die ihren Ursprung in der Legende von Sant Jordi und dem Drachen hat, können Besucher mittelalterliche Märkte und Kostümierungen bewundern und so eine Zeitreise machen.

Die Geschichte von La Bisbal d'Empordà ist eng mit der Keramik verbunden. Die Handwerkstradition der Stadt lässt sich bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen. Das Stadtbild ist geprägt von alten Keramikwerkstätten und mit Keramik verzierten Häusern. Die Stadt selbst teilt sich durch das meist trockene Flussbett in eine Alt- und eine Neustadt.

Die Vielfalt der Städte und Dörfer Kataloniens lässt sich in einer einzigen Geschichte nicht zusammenfassen. Wer sich für die Reiseplanung einen genaueren Überblick verschaffen will, dem bietet eine ausführliche Broschüre des katalanischen Fremdenverkehrsamtes eine gute Orientierung.

Mehr über die spanische Region lesen Sie in unserer Themenwoche Katalonien auf Reise vor9 und Counter vor9: News, Hintergrund und Tipps für die Beratung im Reisebüro.

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