Mehrere Nachrichtenagenturen, lokale und überregionale Medien berichten von einer außergewöhnlichen Häufung an Bombendrohungen an einem einzigen Tag. Besonders betroffen war der Flugverkehr in Polen. Eine Maschine der Fluggesellschaft Lot mit 181 Menschen an Bord war am frühen Morgen in London-Heathrow gestartet und sollte auf dem Warschauer Chopin-Flughafen landen. Nach einer Bombendrohung während des Fluges wurde sie jedoch zum kleineren Flughafen Modlin umgeleitet.
Dort stellten die Behörden das Flugzeug auf einer Außenposition ab und ließen es von Spezialisten untersuchen. Passagiere und Besatzung warteten währenddessen im Terminal. Der Flughafen Modlin wurde vorübergehend geschlossen. Inzwischen ist der Flugbetrieb wieder aufgenommen worden.
Sicherheitsüberprüfungen in Warschau und Sofia
Auch ein Flug von SAS aus Kopenhagen war von einer Bombendrohung betroffen. Die Maschine mit der Flugnummer SK751 landete nach Angaben der Airline planmäßig am Warschauer Chopin-Flughafen. Die Passagiere konnten aussteigen, anschließend wurde das Flugzeug einer Sicherheitsüberprüfung unterzogen.
Am Flughafen Sofia in Bulgarien untersuchten Antiterror-Einheiten ein Flugzeug aus Israel. Zuvor war eine Bombendrohung per E-Mail eingegangen. Nach Angaben der bulgarischen Nachrichtenagentur BTA unter Berufung auf das Innenministerium suchten Spezialisten die Maschine nach Sprengstoff ab.
Ryanair-Flüge in Spanien und Italien betroffen
Auch Ryanair war von mehreren Sicherheitsalarmen betroffen. Eine Maschine aus Manchester musste nach einer Bombendrohung außerplanmäßig im spanischen Murcia landen. Bei der anschließenden Untersuchung wurde laut BBC kein Sprengstoff gefunden.
Am Flughafen Rom wurden zudem zwei Ryanair-Flugzeuge nach anonymen Bombendrohungen überprüft. Die Maschinen waren aus Lissabon und Dublin gekommen. Auch bei diesen Kontrollen fanden die Sicherheitskräfte nichts Verdächtiges.
Bereits am Montag Bombenalarm bei Wizz Air
Die Vorfälle folgten auf einen ähnlichen Zwischenfall vom Montag. Ein Flugzeug von Wizz Air war auf dem Weg von London Luton nach Sofia nach einer Bombendrohung nach Budapest umgeleitet worden. Ein ungarischer Gripen-Kampfjet begleitete die Maschine, die sicher landete. Die anschließenden Sicherheitskontrollen ergaben nach Angaben von Wizz Air keine verdächtigen Funde. Der Flug sollte danach nach Sofia fortgesetzt werden.
Ob die Bombendrohungen in den verschiedenen europäischen Ländern miteinander zusammenhängen, war zunächst unklar.
