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Falkensteiner setzt auf Trinkgeld per Hotelrechnung

Bargeld wird im Hotel seltener. Falkensteiner bietet Gästen deshalb seit 2022 eine freiwillige Trinkgeldpauschale über die Hotelrechnung an. Rund 70 Prozent nutzen das Angebot. Bemerkenswert: Über die Verteilung des Geldes entscheiden nicht Management oder Direktion, sondern in jedem Hotel ein Komitee aus Mitarbeitern verschiedener Abteilungen.

Die freiwillige Trinkgeldpauschale beträgt zehn Euro pro Zimmer und Nacht. Gäste werden vor der Anreise, beim Check-in und beim Check-out darüber informiert. Der Betrag kann angepasst oder komplett gestrichen werden. Eine Verrechnung erfolgt nur mit Zustimmung des Gastes.

Mitarbeiter verteilen das Geld selbst

In jedem teilnehmenden Hotel setzt Falkensteiner ein Trinkgeldkomitee ein. Darin sitzen Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen des Hauses. Das Gremium legt fest, nach welchem Schlüssel die Einnahmen verteilt werden. Die Geschäftsführung und das Management haben nach Angaben des Unternehmens keinen Einfluss auf diese Entscheidung.

Auch Bereiche ohne Gästekontakt profitieren

Von der Regelung profitieren nicht nur Servicekräfte mit direktem Gästekontakt. Das Trinkgeld fließt auch an Mitarbeiter in Küche, Housekeeping, Rezeption oder Haustechnik. Nach Angaben von Falkensteiner wird das Geld vollständig an die Beschäftigten ausgeschüttet und nicht vom Unternehmen einbehalten.