14. August 2026 | 16:18 Uhr
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Reisebüros blicken mit Skepsis auf Last-Minute-Aktivitäten

In einer aktuellen Umfrage von Reise vor9, an der sich rund 400 Touristiker beteiligten, beschreibt ein großer Teil der Reisebürovertreter den Erfolg der Last-Minute-Aktivitäten für den Sommer als durchwachsen bis negativ. Positiver fällt die Bilanz der Teilnehmer aus der Veranstaltersparte aus.

Last Minute Tasche Strand

Viele Reisebüros werten die Last-Minute-Offensive zum Sommer als Flop

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Mit der Kampagne "Ich für dich, du für mich" will die Insel Mallorca das gute Miteinander von Gästen und Einheimischen stärken. Die Organisatoren setzen dabei auf Respekt statt Verbote. Veranstalter und Reisebüros können sich anschließen und die Botschaft an ihre Kunden weitergeben. Dabei geht es etwa um Rücksicht im Alltag, den Schutz von Natur und Kultur und die Unterstützung lokaler Anbieter. Reise vor9

Lediglich sieben Prozent der Umfrageteilnehmer aus dem Vertrieb bewerten die Bilanz der zahlreichen Last-Minute-Aktionen, die die Veranstalter unternommen haben, um die Sommersaison trotz geopolitischer und wirtschaftlicher Krisen zu retten, positiv. Eine Mehrheit von 57 Prozent sieht das Ergebnis als durchwachsen an, 35 Prozent fällen ein negatives Urteil.

Drei Viertel der Befragten aus Reisebüros erklären, die Last-Minute-Aktionen hätten Online-Plattformen in höherem Maße geholfen als anderen touristischen Akteuren. 56 Prozent befürchten, sie hätten langjährige Bemühungen, Kunden zu frühen Buchungen zu bewegen, konterkariert. Allerdings glauben auch 47 Prozent der Befragten aus dem Vertrieb, die Last-Minute-Offensive sei angesichts der Auswirkungen des Iran-Kriegs unvermeidlich.

Iran-Krieg, WM und heißer Sommer bremsen Geschäfte

Aus Kommentaren der Umfrageteilnehmer aus dem Vertrieb geht hervor, dass viele von ihnen das Problem mit dem laufenden Sommer in einer Mischung aus den Folgen des Iran-Kriegs, steigenden Preisen, der Fußball-Weltmeisterschaft und dem heißen Sommer, der auch hierzulande herrscht, interpretieren. Der Drang zum Urlaub im Süden sei aus diesen Gründen gedämpft.

Ein weiterer Tenor der Befragten aus dem Vertrieb ist, dass die Last-Minute-Preise der Veranstalter nicht so gut seien wie behauptet. Wenn überhaupt, seien sie vor allem online auf den Portalen sichtbar gewesen. Zudem regen sich die Reisebüroprofis weiterhin über die Cashback-Aktivitäten von Banken und Portalen wie Check 24 auf, denen Reisebüros gerade im Kurzfristbereich nicht viel entgegenzusetzen hätten.

Veranstalter halten die Aktivitäten überwiegend für unvermeidlich

Positiver blicken die Vertreter von Reiseveranstaltern, die sich an der Umfrage beteiligten, auf die Last-Minute-Aktionen. Nur ein Fünftel beurteilt sie als Misserfolg; ebenso viele bewerten sie positiv. 90 Prozent der Befragten erklären, dass die Last-Minute-Offensive angesichts der Auswirkungen des Iran-Kriegs unvermeidlich gewesen sei.

Unterschiedlich beurteilen Vertreter von Vertrieb und Veranstaltern auch die Frage, ob die vielen Last-Minute-Offerten, die in diesem Sommer lanciert wurden, ein Anzeichen für eine anhaltende Krise der Touristik sind. Während auf der Reisebüroseite 56 Prozent davon ausgehen, sind es unter den Veranstalter-Beschäftigten "nur" 40 Prozent.

Christian Schmicke

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