Im vergangenen November habe die gesamte Gruppe 37 Prozent weniger Mitarbeiter beschäftigt als ein Jahr zuvor, teilte die "Deutsche Presse-Agentur" am Freitag mit. Der Wert bezieht sich auf alle weltweit beschäftigten TUI-Mitarbeiter, unter denen zahlreiche Saisonkräfte sind. Im zurückliegenden Sommer habe der Konzern in den Urlaubsgebieten zunächst weniger Saisonkräfte als in normalen Jahren benötigt. Nach der Rücknahme von Reisebeschränkungen habe es dann zwischenzeitlich zwar wieder mehr Einstellungen gegeben, erklärte das Unternehmen laut "DPA". Dieser Effekt sei jedoch später durch zahlreiche Schließungen in Wintersport-Regionen sowie in südlichen Destinationen wie den Kanaren oder in Ägypten wieder zunichte gemacht worden.
Saisonale Effekte, Corona-Effekte, Sparprogramm
Starke Schwankungen der Beschäftigtenzahlen sind in der Touristik normal; vor allem in den Zielgebieten gibt es große saisonale Unterschiede. Vor Corona habe die Differenz beim Personal gegenüber dem Sommer bei rund 15.000 gelegen, sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur. Neben dem durch Schließungen von Hotels und Zielgebieten bedingten Corona-Effekt dürfte auch das Sparprogramm bei TUI für die starke Fluktuation in diesem Jahr eine Rolle spielen, mutmaßt "DPA". TUI-Vorstandschef Friedrich Joussen hatte angekündigt, 8.000 Stellen abzubauen; besonders außerhalb Deutschlands. Bisher halte er weitere Kürzungen nicht für nötig, weil die eingeleiteten Maßnahmen ab 2023 mehr Einsparungen brächten als zunächst kalkuliert, heißt es weiter.
