Die erste ungewöhnlich frühe Hitzewelle setzte bereits in der zweiten Maihälfte in Westeuropa ein. Im Juni verschärfte sich die Lage, weitere Hitzeperioden folgten im Juli und August. Besonders Frankreich, Spanien, Italien, die Benelux-Staaten und Teile Deutschlands waren über längere Zeit betroffen.
A3M-Manager Marcel Conrad sieht vor allem die Dauer und die räumliche Ausdehnung als Besonderheit des Sommers. Mehrere wichtige Ferienregionen seien gleichzeitig und über längere Zeit hohen Temperaturen ausgesetzt gewesen.
Waldbrände treffen Feriengebiete
Parallel erhöhten Hitze, Trockenheit und teils starke Winde die Waldbrandgefahr. Im Südwesten Frankreichs breitete sich im Juli ein Feuer bei Saumos Richtung Le Porge und Lège-Cap-Ferret aus. Campingplätze und Ferienanlagen wurden evakuiert, später auch die Halbinsel Lège-Cap-Ferret.
In Spanien kam es vor allem in der zweiten Julihälfte zu größeren Bränden und Räumungen, unter anderem im Umfeld von Madrid und Ávila sowie in der Provinz Castellón. Weitere Feuer registrierte A3M in Zamora und Cáceres. Ende Juli und Anfang August rückten zudem Kreta, Lesbos, West-Attika und Teile des Peloponnes in den Fokus.
Lokale Ereignisse wirken schnell auf Reisen
Für Reisende können auch örtlich begrenzte Brände rasch relevant werden. Conrad verweist auf Straßensperrungen, Evakuierungen und Einschränkungen bei der Erreichbarkeit einzelner Orte.
Die Sommerbilanz zeigt nach Einschätzung von A3M zudem, wie eng Wetter- und Naturrisiken zusammenhängen. Anhaltende Hitze und Trockenheit schafften Bedingungen, unter denen sich Brände schneller entwickeln können. Während der Hauptreisezeit könne das kurzfristig direkte Folgen für Urlaubsregionen und Reiseabläufe haben.
