Mit Flug LH419 aus Washington endete am Montagmorgen um 8:30 Uhr die Geschichte des Airbus A340-600 bei Lufthansa. Die Maschine mit der Kennung D-AIHW landete nach gut acht Stunden Flugzeit in Frankfurt. An Bord waren 267 Passagiere und 15 Besatzungsmitglieder. Viele Fluggäste hatten eigens Tickets für den Abschiedsflug gebucht.
Lufthansa hatte den ersten A340-600 im November 2003 übernommen und insgesamt 24 Maschinen dieses Typs betrieben. In den vergangenen 23 Jahren beförderten sie mehr als 40 Millionen Passagiere. Zuletzt waren noch vier Exemplare im Einsatz. Mit 75,3 Metern gehörte der vierstrahlige Airbus lange zu den längsten Passagierflugzeugen der Welt.
Weitere Flugzeugtypen werden ausgemustert
Der Abschied ist Teil eines umfassenden Umbaus der Langstreckenflotte. Bis 2027 sollen neben dem A340-600 auch die Airbus-Modelle A340-300 und A330-200 sowie die Boeing 747-400 aus dem Liniendienst verschwinden. An ihre Stelle treten unter anderem Airbus A350-1000 und Boeing 777-9.
Zudem setzt Lufthansa auf die Boeing 787-9. Von diesem Modell sind bereits 18 Maschinen im Einsatz, elf weitere sollen bis 2027 ausgeliefert werden. Die Einführung der Boeing 777-9 ist für 2027 vorgesehen.
Weniger Verbrauch und geringere Kosten
Die neuen Langstreckenflugzeuge sollen nach Herstellerangaben rund 30 Prozent weniger Kerosin verbrauchen als ihre Vorgänger. Damit sinken auch die CO2-Emissionen. Zugleich will Lufthansa die Zahl der unterschiedlichen Flugzeugtypen reduzieren, um Wartung, Einsatzplanung und Schulung zu vereinfachen und Kosten zu senken.
„Die 346 geht und dafür kommen Flugzeuge der modernsten Bauart – leiser, effizienter und mit mehr Komfort“, sagt Francesco Sciortino, Mitglied des Bereichsvorstands Lufthansa Airlines und Hubmanager Frankfurt. Er steuerte auch den letzten Linienflug des A340-600.
Neben der Flottenmodernisierung investiert Lufthansa nach eigenen Angaben in ihre Premiumangebote sowie in neue Dienstleistungen am Boden und an Bord.
Ausgemusterte Flugzeuge werden eingelagert
Die vier zuletzt noch eingesetzten A340-600 werden zunächst nach Düsseldorf überführt. Dort sollen verwertbare Ersatzteile ausgebaut werden. Zwischen dem 26. Oktober und dem 1. November werden die Maschinen anschließend ins spanische Teruel geflogen und eingelagert. Dort endet vorerst ihr Einsatz nach mehr als zwei Jahrzehnten bei Lufthansa.
