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Wie KLM und Air France Sustainable Aviation Fuel finanzieren

Wer mit KLM nach Curaçao fliegt, zahlt im Ticket automatisch einen Beitrag für Sustainable Aviation Fuel (SAF). Air France und KLM waren 2022 die ersten Airlines weltweit, die einen solchen SAF-Beitrag in den Standardticketpreis integrierten. Die Einnahmen fließen vollständig in den Einkauf und Entwicklung von SAF.

SAF  wird aus nicht-fossilen Ressourcen wie Altspeiseöl oder landwirtschaftlichen Abfällen hergestellt. Im Vergleich zu fossilem Kerosin reduziert SAF die CO2-Emissionen über den gesamten Lebenszyklus um mindestens 65 Prozent. Der Haken: Der Preis liegt je nach Sorte und Ölpreis drei- bis sechsmal höher als bei herkömmlichem Kerosin. Zudem ist SAF bislang nicht in ausreichenden Mengen verfügbar, was die Lücke zwischen Nachfrage und Produktion weiter vergrößert.

Um den Markt dennoch anzukurbeln, haben Air France und KLM einen eigenen Weg gewählt. Seit 2022 ist in jedem Ticket ein SAF-Beitrag enthalten, der als sogenannter YR-F-Zuschlag transparent ausgewiesen wird. Die Höhe richtet sich nach Strecke und Kabine. Auf der Langstrecke – also auch auf dem Flug nach Curaçao – fallen in der Economy Class 15 Euro für Hin- und Rückflug an und in der Business Class 45 Euro.  Laut Air France-KLM erzielen die Airlines durch die SAF-Einnahmen keinen finanziellen Gewinn. 100 Prozent fließen in den Kauf und die Weiterentwicklung des nachhaltigen Treibstoffs.

Ziel ist eine SAF-Beimischquote von mindestens 10 Prozent bis 2030

Die Beschaffungsmengen sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. 2022 kaufte die Air France-KLM-Gruppe 42.000 Tonnen SAF, was einer Beimischquote von 0,6 Prozent entsprach. 2023 verdoppelte sich die Menge auf 87.000 Tonnen und eine Quote von 1,1 Prozent. 2024 wurde erstmals die Marke von 100.000 Tonnen überschritten und eine Beimischquote von 1,25 Prozent erreicht. Für 2025 liegt die Quote laut Unternehmensangaben bei 2,87 Prozent. Bis 2030 will die Gruppe mindestens zehn Prozent SAF einsetzen und damit über die gesetzlichen Anforderungen der EU hinausgehen.

Bei der Auswahl der Lieferanten verfolgt Air France-KLM nach eigenen Angaben strenge Nachhaltigkeitskriterien. Das eingekaufte SAF darf nicht in Konkurrenz zu Lebensmittelketten und nicht mit Abholzung in Verbindung stehen. Diese Kriterien wendet die Gruppe auch auf SAF an, das außerhalb Europas beschafft wird.

Passagiere können über den im Ticket enthaltenen Beitrag hinaus freiwillig zusätzliches SAF erwerben, etwa beim Online-Check-in. Dafür erhalten Flying Blue-Mitglieder statusbestimmende Experience Points (XP). Für Firmenkunden gibt es zudem ein eigenes Corporate SAF Programm, das das eingesparte CO2 nachweist und dem Unternehmen die Möglichkeit bietet, die Einsparungen im Nachhaltigkeitsbericht zu erwähnen.

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