Ein Tag: Willemstad und danach das Meer genießen
Wer nur wenige Stunden hat – etwa bei einem Kreuzfahrt-Stopp –, sollte sich auf die Hauptstadt Willemstad konzentrieren. Die historische Altstadt gehört seit 1997 zum Unesco-Weltkulturerbe und lässt sich bequem zu Fuß erkunden. Über die Königin-Emma-Pontonbrücke gelangt man zwischen den Vierteln Otrobanda und Punda hin und her – vorbei an bunten Kolonialgebäuden, kreativen Wandmalereien und dem historischen Kurá Hulanda Village mit seinen kleinen Boutiquen und Restaurants.
Für das Mittagessen empfiehlt sich die Plasa Bieu in Punda. Das ist eine überdachte Food Hall mit sechs Ständen, an denen traditionelle Gerichte wie Karni Stoba (Rindfleischeintopf) oder Kadushi (Kaktussuppe) serviert werden. Einheimische und Reisende sitzen hier gemeinsam an langen Tischen. Direkt neben dem Kreuzfahrtterminal in Otrobanda bietet der erst jüngst eröffnete Mondi Beach Club eine unkomplizierte Möglichkeit, den restlichen Tag am Wasser zu verbringen. Die Strandliegen kosten rund 15 US-Dollar pro Tag.
Drei Tage: Kultur, Natur und jede Menge Abenteuer
Bei einem dreitägigen Aufenthalt lohnt es sich, Willemstad intensiver zu erkunden. Etwa mit einer geführten Architektur-Tour durch die vier Stadtviertel Punda, Otrobanda, Scharloo und Pietermaai. Letzteres ist für seine Boutique-Hotels in bunt gestrichenen Kolonialgebäuden und Beach Clubs wie das neu eröffnete Lemon Beach bekannt.
Der zweite Tag könnte in den Westen der Insel führen, nach Bandabou. Dort erstreckt sich der Christoffelpark über 23 Quadratkilometer. Er ist das größte Naturschutzgebiet der gesamten ABC-Inseln, durchzogen von acht Wanderwegen und gekrönt vom 372 Meter hohen Sint-Christoffelberg. Frühaufsteher können den Gipfel zum Sonnenaufgang erklimmen.
Am dritten Tag könnten Reisende die Aktivitäten in den Vordergrund stellen und so die Insel erkunden. Zu den Optionen zählen das Abseilen von der 55 Meter hohen Juliana-Brücke, Klettertouren an den Kalksteinfelsen der Insel oder eine halbtägige Buggy-Tour durch das Gelände der Westküste. Dabei lassen sich Strände wie die strahlend blaue Grote Knip ansteuern und an der Playa Grandi Meeresschildkröten beobachten. Mit etwas Glück sind an den Salinen von Jan Kok auch Flamingos zu sehen.
Fünf Tage: Tiefer eintauchen und entspannen
Wer fünf Tage mitbringt, kann noch weitere Facetten der Insel erleben. Am zweiten Morgen lohnt ein Frühstück im Restaurant Serka Tanchi, das für seine frischen Fruchtsäfte und sein Bananenbrot bekannt ist. Anschließend bietet das Kulturzentrum Landhuis Bloemhof Ausstellungen zeitgenössischer Kunst inmitten tropischer Vegetation. Abends empfiehlt sich ein Streifzug durch Willemstads Gastronomie: ein Shot mit grünem Rum in der Netto Bar, der ältesten Bar der Insel, ein Craft Beer in der Swinging Old Lady Brewery mit Blick auf die Handelskade oder ein Abendessen im Mosa Caña mit karibisch-lateinamerikanischer Küche und Live-Musik.
Ein weiterer Tag könnte dem Kas di Pal'i Maishi im Westen der Insel gewidmet sein. Das traditionelle Lehmhaus veranschaulicht, wie die Landbevölkerung Curaçaos bis in die 1950er-Jahre lebte, und gibt einen Einblick in das afro-curaçaoanische Erbe. An den Stränden Cas Abao oder Playa Lagun lässt sich zwischendurch schwimmen, und per Tauchscooter kann die Unterwasserwelt erkundet werden. Zum Lunch bietet sich das Restaurant Kultura Kòrsou im Hofi Mango Park an, dessen Gelände zur Erntezeit mit frischen Mangos direkt vom Baum lockt.
Für den letzten Tag empfiehlt sich dann vielleicht eine bewusste Auszeit, um die Insel einfach noch einmal zu genießen: etwa in Form gefüllter Maismehl-Pfannkuchen von der Johnnycake Box, genossen an der Caracasbaai mit Blick aufs Wasser. Dort bietet Elly Sambo von „Universal Alchemist“ Aromatherapie-Workshops und Meditationen mit Meerblick an. Den Rest des Tages kann man zum krönenden Abschluss der Street Art in Willemstad widmen oder am Strand des Zanzibar Restaurant entspannen.
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