Amsterdam Schiphol ist für den deutschen Markt das wichtigste Tor nach Curaçao. KLM fliegt die südkaribische Insel ganzjährig täglich an, die reine Flugzeit beträgt knapp zehn Stunden. Auf der Langstrecke kommen Großraumflugzeuge vom Typ Boeing 777-200ER, Boeing 777-300ER oder Boeing 787-10 zum Einsatz.
Die Zubringerflüge nach Amsterdam starten von neun deutschen Flughäfen: Berlin, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, München, Nürnberg und Stuttgart. Der Umstieg in Schiphol gilt als besonders unkompliziert, zumal es jetzt auch noch eine neue technische Innovation gibt, die die Passagiere unterstützt. Obwohl die Flugpläne von KLM so optimiert sind, dass Passagiere und Gepäck den Anschlussflug üblicherweise reibungslos erreichen, können unvorhergesehene Umstände die verfügbare Transitzeit zwischen den Flügen verkürzen. Genau hier setzt ein neuer Service an.
Digitaler Helfer bei knappen Umsteigezeiten
Am KLM-Drehkreuz Amsterdam Schiphol wurde ein sogenannter „Short Connection"-Service eingeführt. Das System erkennt automatisch, wenn die Umsteigezeit eines Passagiers unter einen bestimmten Schwellenwert fällt – und löst ohne Zutun der Reisenden einen Prioritätsprozess aus.
Konkret läuft das so ab: Spätestens bei Ankunft des Zubringerflugs erhalten betroffene Passagiere per SMS, E-Mail und über die KLM-App den Hinweis, dass sie Anspruch auf bevorzugten Zugang zu den Sicherheits- und Grenzkontrollen haben. Sobald die Bordkarte an den Kontrollstellen gescannt wird, ist der Dienstleister des Flughafens automatisch über die knappe Umsteigezeit informiert und gewährt den Passagieren Vorrang.
Die Grundlage des Systems bildet ein Austausch von Echtzeitdaten zwischen der Airline und dem Flughafenbetreiber. Dabei fließen drei zentrale Informationen zusammen: die geschätzte Gehzeit durch den Flughafen, die für Sicherheitskontrollen und Grenzformalitäten benötigte Zeit inklusive aktueller Wartezeiten sowie die aktualisierte Abflugzeit des Anschlussflugs. Aus diesen Daten errechnet das System, ob ein Passagier sein Gate innerhalb der vorgegebenen Zeit erreichen kann – und greift bei Bedarf unterstützend ein.
Jeden Tag steigen laut Air France-KLM mehr als die Hälfte aller Passagiere an den beiden Heimatflughäfen der Gruppe in Paris und Amsterdam auf einen Anschlussflug um. Entsprechend ist es von großer Bedeutung, dass dieser Prozess für die Passagiere so einfach wie möglich organisiert wird. Auch in Paris kommt daher inzwischen der "Short Connection“-Service zum Einsatz.
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