Kohlenberg schließt nicht aus, dass die Buchungsentwicklung mit der erneuten Wahl Trumps zum US-Präsidenten zusammenhängen könnte. „Die Ursache für die konträren Entwicklungen bei den Buchungen für Reisen in die USA und nach Kanada kennen wir natürlich auch nicht. Es ist aber schon sehr ungewöhnlich und auffällig, wie abrupt sich die Nachfragesituation in so kurzer Zeit in beiden Ländern gewandelt hat“. Bereits vor acht Jahren habe es zu Beginn der Präsidentschaft von Trump einen Rückgang der Urlaubsreisen gegeben, der sich allerdings nur als vorübergehendes Phänomen entpuppt habe, so Kohlenberg. Schnell habe sich das Geschäft wieder erholt. Eine ähnliche Entwicklung erwarte er auch diesmal.
Besonders starke Zuwächse verzeichnet America Unlimited nach seinen Angaben derzeit vor allem in Westkanada. Bestseller sei die Westkanada-Route mit Vancouver Island als Highlight. Stark nachgefragt seien auch Rundreisen durch die Inside-Passage mit Wal- und Bärenbeobachtungen sowie Ranch-Aufenthalte. Hoch im Kurs stünden auch Eisbär-Beobachtungen in Manitoba an der Hudson Bay oder Zugreisen durch Kanada. Ältere Zielgruppen ziehe es aufgrund der kürzeren Flugdauer eher nach Ostkanada – und hier vorzugsweise nach Ontario und Quebec.
Christian Schmicke
Ende Oktober war Timo Kohlenberg zu Gast im Reise vor9 Podcast. Im Gespräch beleuchten wir mögliche Auswirkungen der Wahl Donald Trumps auf den Tourismus.
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