FTI
2. August 2018 | 11:06 Uhr
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Taxistreik in Spanien ist vorerst vorbei

Die Proteste der spanischen Taxifahrer gegen die rasche Ausbreitung von Fahrdienstanbietern wie Uber und Cabify lassen nach. Die Streikmaßnahmen, die seit dem Wochenende den Taxiverkehr in Großstädten wie Barcelona und Madrid, aber auch auf Mallorca zeitweise lahmlegten, sollen bis mindestens September ruhen. In dieser Zeit solle der Konflikt durch Verhandlungen gelöst werden, erklärten die Taxiverbände laut der spanischen Tageszeitung "ABC".

Die spanische Zentralregierung hat das Thema in die Zuständigkeit der autonomen Regionen übertragen und diese damit beauftragt, sich der Sache anzunehmen. Am Mittwoch soll bereits ein Koordinierungstreffen der regionalen Verkehrsminister in Madrid stattgefunden haben.

Im Kern werfen die Taxifahrer der Regierung vor, nicht genug für die Begrenzung der Zahl neuer privater Fahrdienstleister zu tun. Diese gefährdeten mit unlauteren Wettbewerbsmethoden die Existenz traditioneller Taxiunternehmen, heißt es. Die taxiverbände fordern, dass auf 30 Taxilizenzen maximal eine sogenannte VZTC-Lizenz kommen dürfe. Sie wollen in den kommenden Wochen beobachten, wie sich die Angelegenheit weiterentwickelt.

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