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26. März 2020 | 16:07 Uhr
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TUI bestreitet Probleme bei Kundengeldabsicherung

Nur noch bis zum 28. April habe der Konzern Zeit, den Schutz seiner Kundengelder sicherzustellen, hatte das „Handelsblatt“ geschrieben. Gelinge dies nicht, dürfe TUI keine Sicherungsscheine nicht mehr ausstellen. TUI stellt klar, man werde Verpflichtungen fristgerecht erfüllen. Der Verkauf von Pauschalreisen sei "zu keinem Zeitpunkt fraglich“ gewesen.

TUI Hauptverwaltung

TUI sieht die Kundengeldabsicherung nicht gefährdet

"Die Betriebserlaubnis von TUI wackelt", hatte der Autor im "Handelsblatt" berichtet. Schuld daran sei "ein unglückliches Timing". Denn wenn TUI den von der Finanzaufsicht Bafin angemahnten Schutz der Kundengelder nicht sicherstelle, werde dem Konzern die Erlaubnis zum Verkauf von Pauschalreisen entzogen.

Hintergrund ist die bisherige Absicherung der TUI-Kundengelder über einen Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, den DRS, der neben der TUI auch die DER Touristik und bis vor kurzem auch Ameropa als Tochter der Deutschen Bahn versichert. Diese Lösung, die für die Unternehmen sehr preisgünstig ist, hatte die Bafin nach der Pleite von Thomas Cook in Frage gestellt.

"Zu keinem Zeitpunkt war oder ist die Betriebserlaubnis der TUI gefährdet", teilte TUI dazu am Donnerstag mit. Bereits vor Veröffentlichung sei dem "Handelsblatt" im Rahmen der Recherchearbeit und auf Nachfrage mitgeteilt worden, dass TUI in "enger Abstimmung" mit dem DRS und dieser mit der Bafin sei.

Beim DRS handele es sich zudem nicht, wie vom "Handelsblatt" formuliert, um den "hauseigenen Versicherer" der TUI, sondern um den genannten Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit. Sowohl der DRS wie auch TUI als neben der DER Touristik über den DRS versichertes Unternehmen würden ihre jeweiligen Verpflichtungen fristgerecht erfüllen. 

"Sämtliche Gespräche verlaufen sehr konstruktiv und positiv", teilte TUI mit. "Selbstverständlich" werde TUI über den 28. April hinaus weiterhin Pauschalreisen verkaufen: "Das war zu keinem Zeitpunkt fraglich und wird es auch nicht sein.“

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